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title: "Orbán wird trotz Wahlniederlage erneut zum Fidesz-Führer gewählt: 729 Stimmen, aber die Parteibewertung bricht ein"
description: "Viktor Orbán wurde mit 729 von 737 Stimmen erneut zum Fidesz-Vorsitzenden gewählt, trotz der historischen Wahlniederlage der Partei. 🇭🇺 Innerhalb der Partei herrscht Einheit, aber die öffentliche Bewertung des „Fidesz“ ist eingebrochen: Die Partei des neuen Ministerpräsidenten Márki-Zay liegt dreimal so weit vorn. Orbán warf Márki-Zay vor, für den Westen zu arbeiten, und versprach Widerstand, während „Tisza“ eine Medienreform vorbereitet."
date: 2026-06-13T20:50:00.000Z
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# Orbán wird trotz Wahlniederlage erneut zum Fidesz-Führer gewählt: 729 Stimmen, aber die Parteibewertung bricht ein

![Viktor Orbán, Ministerpräsident Ungarns, hält eine Rede am Podium mit der ungarischen Flagge im Hintergrund, nachdem er trotz eines Rückgangs der Parteibewertung erneut zum Fidesz-Vorsitzenden gewählt wurde](https://xab.info/media/2026/06/13/orban-pereizbran-liderom-fides-729-golosov-pri-padenii-rejtinga/orban-pereizbran-liderom-fides-729-golosov-pri-padenii-rejtinga-1.webp)

In Budapest fand der Parteitag der regierenden Partei „Fidesz“ statt, der zu einem Schlüsselereignis in der modernen ungarischen Politik wurde. Trotz der historischen Niederlage bei den Parlamentswahlen und des Übergangs in die Opposition nach 16 Jahren an der Macht behielt Viktor Orbán seinen Status als Parteivorsitzender. Am Samstag wurde er einstimmig wiedergewählt und erhielt eine überwältigende Mehrheit der Stimmen der Delegierten.

### Überwältigende Unterstützung innerhalb der Partei

Die Ergebnisse der Abstimmung innerhalb der Organisation zeigten, dass die Autorität des ehemaligen Ministerpräsidenten unter seinen Anhängern unerschütterlich bleibt. Orbán erhielt 729 von 737 möglichen Stimmen. Niemand stimmte gegen seine Kandidatur, lediglich 8 Personen enthielten sich. Diese Zahlen bestätigen, dass die Parteiorganisation trotz äußerem Druck und sinkender Popularität in der Gesellschaft auf vollen Touren läuft und Orbán die volle Kontrolle über die Struktur des „Fidesz“ behält.

### Kluft zur Realität: Umfragen versus Parteitag

Während innerhalb der Partei Einheit herrscht, bricht die öffentliche Unterstützung für den „Fidesz“ rapide ein. Die neuesten soziologischen Daten zeichnen ein düsteres Bild für die ehemalige Regierungspartei. Seit der vernichtenden Niederlage im April gegen die Partei „Tisza“ sinkt die Bewertung von Orbán und seinem Team beständig.

Laut aktuellen Umfragen genießt die neue Partei des Ministerpräsidenten Péter Márki-Zay fast dreimal mehr Unterstützung bei den Wählern als der „Fidesz“. Diese Kluft zeugt von einer tiefen Vertrauenskrise gegenüber Orbán in weiten Bevölkerungsschichten, die im Kontrast zur Loyalität der Parteielite steht.

### Rhetorik des Parteitags: „Ungarn wird Widerstand leisten“

In seiner Rede auf dem Parteitag nahm der 63-jährige Fidesz-Vorsitzende eine harte Haltung gegenüber der neuen Regierung ein. Orbán nannte Péter Márki-Zay einen „Vizekönig“ und behauptete, dieser diene den Interessen des Westens. Der ehemalige Ministerpräsident warf der jetzigen Regierung die Untergrabung der nationalen Souveränität vor und warnte, dass „Ungarn im Herbst Widerstand gegen diese ständige Missachtung leisten wird“.

Gleichzeitig gab Orbán die Verantwortung für strategische Fehler zu, die zum Machtverlust führten, bestand aber darauf, dass er die einzige geeignete Person für die Wiederbelebung der Partei und die Rückkehr zum Sieg sei.

### Kampf um die Medien und Gerüchte über eine Karriere bei der UNO

Der politische Konflikt geht über rhetorische Angriffe hinaus. Die Partei „Tisza“ hat bereits einen Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht, der auf die Auflösung der Medienimperiums von Orbán abzielt. Die Reform der staatlichen Medien soll diese zu unabhängigen Informationsquellen machen und dem Oppositionsführer eines seiner wichtigsten Einflussinstrumente entziehen.

Mittlerweile werden in den internationalen Medien mögliche Szenarien für Orbán selbst diskutiert. Vor einer Woche tauchten Informationen auf, dass in Kreisen der amerikanischen MAGA-Bewegung die Möglichkeit erwogen wird, den ungarischen Politiker auf eine hohe Position bei der UNO zu berufen. Nach Ansicht von Analysten ist das Hauptziel eines solchen Szenarios die Erlangung diplomatischer Immunität, die den ehemaligen Führer vor möglichen rechtlichen Risiken schützen könnte.