Bei Saratow ist ein großes Logistikzentrum des russischen Marktplatzes Ozon vollständig abgebrannt. Laut Angaben der Ausgabe RBC-Ukraine, die sich auf Aufnahmen von „Radio Swoboda“ stützt, wurde ein Lager mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Quadratmetern infolge eines nächtlichen Drohnenschlags auf die Oblast Saratow zerstört. Satellitenbilder, die von mehreren ukrainischen Medien veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Standort vollständig ausgebrannt ist und über der Region eine Säule schwarzen Rauchs aufstieg.

Chronologie und Umstände des Angriffs

Den vorliegenden Informationen zufolge wurde die Oblast Saratow in der Nacht zum 11. September von Drohnen angegriffen: Im Oblastzentrum wurden Brände auf mindestens zwei Objekten festgestellt, darunter ein Ölraffinerie und ein Ozon-Lager. Die Aufnahmen der Folgen, auf denen eine vollständig zerstörte Logistikkomplexe zu sehen ist, wurden um 11:36 Uhr Ortszeit gemacht. Bis zum Morgen war klar, dass eines der größten Lager des Marktplatzes in der Region verloren ist.

Sieben Schläge gegen Ozon und der 33. gegen die Logistik Russlands

Der bei Saratow zerstörte Standort war nach Berechnungen ukrainischer Quellen bereits das siebte Lager von Ozon, das seit dem 22. August beschädigt oder vollständig zerstört wurde. In einem breiteren Kontext ist es seit dem 18. Juli der 33. dokumentierte Fall erfolgreicher Schläge gegen große Logistikkomplexe auf dem Gebiet Russlands, darunter Lager von Wildberries und anderen Unternehmen. Die systematische Natur der Angriffe auf die E-Commerce-Infrastruktur deutet auf eine gezielte Zerschlagung logistischer Knotenpunkte hin.

Versteckte Lageradressen

Besonderes Erwähnung verdient die Tatsache, dass Ozon die Adressen seiner russischen Lager zuvor aus dem öffentlichen Verzeichnis entfernt hatte. Den vorliegenden Daten zufolge geschah dies mindestens 20 Tage vor den ersten Schlägen auf die Objekte des Unternehmens. Solche Maßnahmen wurden vermutlich unternommen, um die Risiken zu verringern, doch der Vorfall bei Saratow zeigt, dass sie keinen ausreichenden Schutz boten.

Widersprüchliche Daten

Im ursprünglichen Text wurde die Quelle, die die Aufnahmen lieferte – „Radio Swoboda“ –, fälschlicherweise als „russischer Dienst“ bezeichnet, obwohl es sich um eine von den USA finanzierte Redaktion handelt, die auf Russisch sendet; die korrekte Zuschreibung der Fotos lautet RBC-Ukraine und „Radio Swoboda“. Darüber hinaus wird die Tatsache der Zerstörung des Lagers durch Satellitenbilder bestätigt, während die Zuordnung des Schlags zu ukrainischen Drohnen auf den Aussagen der ukrainischen Seite beruht und in den vorliegenden Quellen nicht durch eine offizielle Bestätigung der russischen Behörden gestützt wird. Somit ist die Zerstörung des Objekts eine bestätigte Tatsache, während die Täterschaft des Schlags eine Version ist, die mit Vorbehalten zu betrachten ist.