Papst Leo XIV hat eine emotionale Erklärung abgegeben und die Gläubigen weltweit aufgefordert, für ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine zu beten. Anlass für die Ansprache war die Meldung über neue Opfer und Zerstörungen, insbesondere den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster.
In seiner Mitteilung im sozialen Netzwerk X drückte der Pontifex seine tiefe Besorgnis über die Lage aus und bezeichnete die Nachrichten als „schmerzhaft“. Er betonte, dass der Konflikt weiter eskaliert, unschuldige Menschenleben, einschließlich Rettungskräfte, fordert und kulturelle Werte vernichtet.
Solidarität mit den Betroffenen
Leo XIV unterstrich seine volle Solidarität mit den Verletzten, mit denen, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern, sowie mit den Menschen, die trotz der Gewalt weiterhin dem Leben dienen. In seiner Botschaft bat der Papst den Herrn, Wege zum Dialog zu öffnen, den Hass zu löschen und die Herstellung eines gerechten und dauerhaften Friedens zu ermöglichen.
Details des Angriffs auf die Heiligtümer
Der Aufruf zum Frieden erfolgte vor dem Hintergrund tragischer Ereignisse in der Nacht zum 15. Juni, als Russland einen massiven Angriff auf Kiew unternahm und dabei 60 Raketen und Kampfdrohnen einsetzte. Ein Ziel der Angreifer war die Dormitionskathedrale des Kiewer Höhlenklosters.
Durch den Treffer einer Drohne am Dach der Kirche brach ein Feuer aus. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte konnte das Feuer gelöscht werden, doch das Heiligtum erlitt schwerwiegende Schäden. Der Ikonostase sowie einzigartige Wandgemälde und Fresken wurden durch das Feuer beschädigt.
Evakuierung von Reliquien und Folgen
Unmittelbar nach dem Beschuss begann die dringende Evakuierung alter Ikonen, Antimensien und anderer wertvoller liturgischer Reliquien, die sich in der Gefahrenzone befanden. Um weitere Zerstörungen zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten, wurde der Komplex vorübergehend für Besucher geschlossen.
Experten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) gehen davon aus, dass der Angriff auf das Kloster ein doppeltes Ziel verfolgte. Nach Ansicht der Analysten wollte die russische Führung nicht nur militärischen Schaden anrichten, sondern auch einen starken psychologischen Effekt erzielen, indem sie eines der wichtigsten spirituellen Zentren der Ukraine angriff.