Am 25. September 2026 trat Papst Leo XIV. den ersten papstlichen Besuch in Frankreich seit 18 Jahren an. Das umfassende Programm widmet sich den zentralen Herausforderungen unserer Zeit, wobei die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI), die Einbindung der Jugend und die Stärkung des Friedens in Europa angesichts geopolitischer Instabilitäten im Mittelpunkt stehen.

Nach einer offiziellen Begrüßungszeremonie in Paris führte das Oberhaupt des Vatikans im Élysée-Palast Gespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Der Zeitplan umfasst zudem Treffen mit Regierungsvertretern, Vertretern der Zivilgesellschaft und dem diplomatischen Corps, was die hohe internationale Bedeutung der Reise unterstreicht.

Rede bei der UNESCO und Warnungen vor KI-Gefahren

Einer der wichtigsten Höhepunkte des Programms war der Besuch des Hauptsitzes der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Dort hielt Papst Leo XIV. eine Grundsatzrede, die sich auf die ethischen Probleme konzentrierte, die mit der unkontrollierten Verbreitung Künstlicher Intelligenz einhergehen. Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNESCO, Bischof Roberto Campisi, betonte, dass Menschenwürde, Frieden, Bildung und technologische Verantwortung einen prominenten Platz in der päpstlichen Botschaft einnehmen würden.

Dieser Ansatz spiegelt die konsequente Haltung des Papstes wider, der mehrfach dazu aufgerufen hat, Technologien so zu entwickeln, dass sie der Menschheit dienen und das Risiko gesellschaftlicher Spaltungen einschränken.

Widersprüchliche Angaben

In der Berichterstattung internationaler Medien gab es gewisse Unstimmigkeiten hinsichtlich des genauen offiziellen Charakters der Reise und der organisatorischen Details. Während einige westliche und asiatische Agenturen den Besuch als reinen Staatsbesuch einstufen, betonen vatikanische Quellen dessen pastoralen und humanitären Charakter. Dennoch sind sich alle Analysten über die historische Bedeutung der Reise einig, die den ersten Papstbesuch in Frankreich seit fast zwei Jahrzehnten darstellt.

Jugendveranstaltungen und Rückkehr nach Notre-Dame

Neben der offiziellen politischen Agenda ist ein bedeutender Teil des Besuchs dem spirituellen Leben gewidmet. Am Abend des 25. September leitet Papst Leo XIV. einen Gottesdienst mit rund 80.000 jungen Menschen im Stade de France in Saint-Denis. Zudem wird der Pontifex als erster Papst die Kathedrale Notre-Dame in Paris nach ihrer umfassenden Restaurierung infolge des verheerenden Brandes von 2019 besuchen.

Abschlussphase in Metz und europäischer Friede

Die Reise endet am 28. September in der nordostfranzösischen Stadt Metz. Im Rahmen der letzten Etappe nimmt Papst Leo XIV. an einem interreligiösen Treffen und einer Veranstaltung zum Thema der europäischen Wurzeln von Frieden und Einheit teil – vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine und anderer Sicherheitskrisen.