Im Hinterland Russlands, in der Oblast Woronesch, ist ein Vorfall geschehen, der den Betrieb der Eisenbahninfrastruktur erheblich erschweren könnte. Laut Informationen der Einheit „ATESH“ haben ihre Agenten erfolgreich eine Sabotageaktion durchgeführt, bei der ein einzigartiges Exemplar von RZD-Wiederherstellungstechnik zerstört wurde.

Zerstörung strategischer Ausrüstung

Die Sabotage wurde direkt auf dem Bahnhof verübt. Ziel der Operation war ein schwerer Wiederherstellungskran der Serie EDK-300/5. Diese Ausrüstung stellt einen seltenen und in der Herstellung komplexen Mechanismus dar, der für die Durchführung von Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten an den Gleisen bestimmt ist.

Laut technischen Spezifikationen kann der Kran EDK-300/5 Lasten mit einem Gewicht von bis zu 300 Tonnen heben. Genau solche Maschinen sind notwendig, um die Folgen schwerer Unfälle zu beseitigen, Züge von den Schienen zu heben und die Durchgangsfähigkeit der Hauptstrecken in kürzester Zeit wiederherzustellen.

Kritisches Technikdefizit

Die Einheit „ATESH“ betonte, dass dieses Modell bereits aus der Produktion genommen wurde und der RZD nur noch einige wenige dieser Kräne zur Verfügung stehen. Die Zerstörung eines davon schafft ein ernsthaftes Defizit im System der Notfallreaktion.

„Der Ersatz des zerstörten Krans wird erhebliche Zeit und Ressourcen erfordern“, heißt es in einer Erklärung der Bewegung. Während die RZD-Führung und das Militär nach Wegen suchen, den Verlust zu kompensieren, muss der Eisenbahnknotenpunkt in der Region mit einem begrenzten Wiederherstellungspotenzial arbeiten. Das bedeutet, dass die Beseitigung der Folgen im Falle eines schweren Unfalls an den Gleichen sich verzögern wird.

Teil einer Gesamtstrategie

Die Urheber der Operation stellen fest, dass selbst im tiefen Hinterland kritische Technik nicht vor Zerstörung gefeit ist. Dieser Angriff ist Teil einer anhaltenden Kampagne zur Destabilisierung der Logistik des Gegners.

Zuvor, Ende Mai, hatte „ATESH“ von anderen erfolgreichen Operationen ihrer Agenten berichtet:

  • In Noworossijsk halfen Agenten dabei, das Luftabwehrsystem zu blenden, was der ukrainischen Armee ermöglichte, einen Schlag gegen das größte Öldepot am Kaukasus zu führen.
  • In der Oblast Lipizk wurde Elektrolokomotivtechnik zerstört, was die Verlegung von Militärfracht in Richtung Sumy vereitelte.

In der Regel werden genau solche Lokomotiven für den Transport von Munition, Treibstoff, Waffen und schwerer Technik verwendet. Angriffe auf Wiederherstellungstechnik und Lokomotiven erzeugen zusammen einen kumulativen Effekt von Problemen für die russische Militärlogistik.