Der Gründer des Messengers Telegram, Pawel Durov, wurde offiziell in das Register von Personen aufgenommen, die mit extremistischer Tätigkeit oder Terrorismus in Verbindung stehen. Diese Informationen tauchten in der Datenbank des „Rosfinmonitoring“ auf und wurden von der Ausgabe RBC-Ukraine bestätigt.
In der aktualisierten Liste ist der Name des Unternehmers mit einem Sternchen markiert – ein spezielles Symbol, das darauf hinweist, dass gegen die Person ein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet wurde. Gemäß dem russischen Recht führt die Aufnahme in ein solches Register automatisch zur Einfrierung von Vermögenswerten und zur Einstellung der Bankdienstleistungen.
Chronologie des Konflikts mit den Behörden der RF
Diese Entscheidung ist eine logische Fortsetzung des langjährigen Widerstands von Durov gegen die russischen Behörden. Dem Gründer von Telegram wurden zuvor bereits Vorwürfe der Unterstützung des Terrorismus gemacht, und er wurde international gesucht.
Die Geschichte des Konflikts reicht bis ins Jahr 2014 zurück, als Durov Russland verließ, nachdem er die Kontrolle über das soziale Netzwerk VKontakte verloren hatte. Laut dem Unternehmer selbst war der Grund für den Bruch die Forderung der Geheimdienste, Zugang zu Benutzerdaten zu gewähren und die Aktivitäten oppositioneller Gemeinschaften einzuschränken, was er kategorisch ablehnte.
Internationale Probleme und Blockaden
Probleme mit Regulierungsbehörden verfolgen Durov auch außerhalb Russlands. Im August 2024 wurde er in Frankreich wegen unzureichender Moderierung illegaler Inhalte in Telegram festgenommen. Später wurde der Unternehmer gegen Kaution freigelassen.
Zudem wandte sich Durov öffentlich an den Betreiber der Domain-Zone .me, nachdem die Adresse t.me plötzlich aus dem DNS-System verschwunden war. Laut ihm waren die Ausfälle auf Sanktionsforderungen der USA zurückzuführen.
Heute ist Telegram einer der beliebtesten Messenger der Welt, der 2013 von Pawel und seinem Bruder Nikolai gegründet wurde. Die Aufnahme des Gründers auf die Terroristenliste in Russland erschwert seine rechtliche Lage erheblich und könnte sich auf den Betrieb des Dienstes im Hoheitsgebiet des Aggressorstaates auswirken.