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title: "«Krieg innerhalb der Grenzen»: Der slowakische Präsident erklärt, warum ein EU-Beitritt der Ukraine derzeit unmöglich ist"
description: "Der slowakische Präsident Peter Pellegrini erklärte, dass ein EU-Beitritt der Ukraine solange unmöglich ist, wie der Krieg andauert. Er betrachtet die diplomatische Beendigung des Konflikts als Hauptvoraussetzung für die Integration und spricht sich gegen jegliche Ausnahmen von den Erweiterungsregeln für Kiew aus. 🇸🇰🇺🇦"
date: 2026-06-02T14:08:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# «Krieg innerhalb der Grenzen»: Der slowakische Präsident erklärt, warum ein EU-Beitritt der Ukraine derzeit unmöglich ist

![Slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová und ein Militäroffizier bei einer offiziellen Zeremonie mit der slowakischen Flagge](https://xab.info/media/2026/06/02/pellegrini-obyasnil-pochemu-vstuplenie-ukrainy-v-es-nevozmozhno/pellegrini-obyasnil-pochemu-vstuplenie-ukrainy-v-es-nevozmozhno-1.webp)

Die Fragen der europäischen Integration der Ukraine und die Perspektiven der Erweiterung der Europäischen Union sind erneut Gegenstand scharfer Diskussionen auf höchster Ebene. Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat in einer Erklärung eine harte Position bezogen: Es sei vorzeitig, konkrete Schritte zum EU-Beitritt Kiews in der aktuellen Phase zu diskutieren. Nach seiner Ansicht sollten die Prioritäten anders gesetzt werden.

### Diplomatische Beendigung des Konflikts als Hauptvoraussetzung

Pellegrini betonte, dass der einzige zulässige Weg zur Lösung der aktuellen Situation die diplomatische Beendigung des Krieges sei. Erst nachdem ein gerechter Frieden erreicht worden ist, könne man zu einer sachlichen Diskussion über die Annäherung der Ukraine an die EU-Mitgliedschaft übergehen. Der slowakische Präsident ist der Ansicht, dass die Beendigung der Kampfhandlungen die Grundvoraussetzung für alle weiteren Gespräche über eine Erweiterung sein muss.

„Priorität muss die diplomatische Beendigung des Konflikts in der Ukraine sein; dies muss die Hauptvoraussetzung für Gespräche über konkrete Schritte sein, die die Ukraine der Mitgliedschaft in der Europäischen Union näherbringen würden“, erklärte der Staatsoberhaupt.

### Prinzip der Gleichheit und Ablehnung von „Sonderbedingungen“

Besonderes Augenmerk legte Pellegrini auf prozedurale Fragen. Er sprach sich kategorisch gegen die Schaffung von Ausnahmen oder beschleunigten Beitrittsmechanismen für die Ukraine aus. In seiner Interpretation kann ein Krieg nicht als Grundlage für Vergünstigungen dienen, die das Gleichgewicht mit anderen Kandidatenländern stören würden.

Der Präsident führte als Beispiel die Staaten des Westbalkans an, die jahrelang komplexe Reformen durchgeführt und einen langen Integrationsweg hinter sich gebracht haben. Nach Pellegrinis Meinung wäre eine Änderung der Spielregeln zugunsten eines einzigen Landes ein negatives Signal für die gesamte Region und würde Vorwürfe der Ungerechtigkeit nach sich ziehen.

„Kein Land, unabhängig davon, in welcher schwierigen Situation es sich befindet, kann allein aufgrund dieser Situation, beispielsweise eines Krieges, Vergünstigungen im Vergleich zu den Ländern des Westbalkans erhalten, die einen wirklich langen und schwierigen Reformweg hinter sich haben“, fügte er hinzu.

### Risiken einer Erweiterung vor dem Hintergrund des Krieges

In Bezug auf die Zukunftsperspektiven äußerte Pellegrini auch Zweifel an der Möglichkeit einer Erweiterung der EU um einen Staat, der sich in einem aktiven Kriegszustand befindet. Er begründete dies mit Sicherheitslogik: Die Aufnahme der Ukraine unter den aktuellen Bedingungen würde bedeuten, den Konflikt von außerhalb der Union in deren Grenzen zu verlagern.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Europäische Union um ein Land erweitern sollte, das sich derzeit im Krieg mit der Russischen Föderation befindet und von dieser angegriffen wurde, was gleichzeitig bedeuten würde, dass wir den Krieg von außerhalb der Europäischen Union in ihre Grenzen verlagern würden“, erläuterte der slowakische Führer.

Zudem lehnte er Ideen eines sogenannten assoziierten oder unvollständigen Mitgliedschaftsstatus ab. Pellegrini besteht darauf, dass das Erweiterungsverfahren klare Regeln hat, die alle Kandidaten ohne Ausnahme einhalten müssen. Die Slowakei sei bereit, die Ukraine in Zukunft zu unterstützen, jedoch nur unter der Bedingung der Erfüllung aller Anforderungen und ohne jegliche Bevorzugung zulasten anderer Länder.

### Reaktion aus Brüssel

Die Position Bratislavas steht im Kontext kürzlicher Erklärungen aus Brüssel. Zuvor hatte die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, darauf hingewiesen, dass der derzeitige Erweiterungsmechanismus aktualisiert werden müsse, um eine effektive Integration der Ukraine zu gewährleisten. Sie bestätigte, dass die EU neue Formate einer schrittweisen Annäherung der Kandidatenländer erwägt, wobei die grundlegenden Anforderungen an die Rechtsstaatlichkeit und Reformen jedoch unverändert bleiben.