Im Entwurf des Gesetzes „Über den Staatshaushalt für 2027', der vom ukrainischen Finanzministerium ausgearbeitet wurde, ist eine erhebliche Erhöhung der Finanzierung des Pensionsfonds verankert. Laut RBC-Ukraine sind die Ausgaben des Fonds für das kommende Jahr auf 1.278,8 Milliarden Hrywnja geplant, was einem Anstieg von mehr als 200 Milliarden Hrywnja gegenüber dem laufenden Jahr entspricht. Das Dokument wurde bereits auf Kabinettsebene abgestimmt und durchläuft nun das parlamentarische Prüfverfahren.
Finanzierung des Pensionsfonds im Haushaltsentwurf 2027
Der zentrale Parameter des Haushaltsentwurfs ist das Volumen der Ausgaben für das Pensionssystem. Der Wert von 1.278,8 Mrd. Hrywnja bestätigt einen anhaltenden Trend zur Ausweitung der Verpflichtungen des Staates gegenüber den Pensionären. Dabei übernimmt ein Teil der Last den Staatshaushalt: Aus diesem wird der Transfer für Pensionserhöhungen finanziert. Dieser Mechanismus ermöglicht es, den Fonds für zusätzliche soziale Verpflichtungen zu entschädigen, die nicht ausschließlich aus Versicherungsbeiträgen gedeckt werden können.
Pensionserhöhungen und allgemeine Sozialleistungen
Der Transfer aus dem Staatshaushalt für Pensionserhöhungen wird 2027 292,8 Mrd. Hrywnja betragen – 41,5 Mrd. Hrywnja mehr als im Vorjahr. Diese Erhöhungen sind Teil eines breiteren Blocks von Sozialleistungen und Maßnahmen des Ministeriums für Sozialpolitik, für den im Haushaltsentwurf 540,3 Mrd. Hrywnja vorgesehen sind. Im Vergleich zu 2026 wird dieser Wert um 72,6 Mrd. Hrywnja steigen, was den allgemeinen Kurs der Indexierung und Ausweitung der Sozialhilfe widerspiegelt.
Rückerstattung von Überzahlungen und Identitätsnachweis im Ausland
Gleichzeitig mit der Aufstockung der Finanzierung erinnert der Pensionsfonds die Leistungsempfänger an ihre Verantwortung für die rechtzeitige Aktualisierung ihrer Daten. Wer den Fonds nicht rechtzeitig über Änderungen seiner Passdaten, Bankverbindung oder seines Arbeitsorts informiert hat, muss überzählige Beträge zurückzahlen: Für die Mitteilung stehen nur 10 Tage zur Verfügung. Besonders warnt der Fonds davor, dass Pensionären, die im Ausland leben, die Auszahlung vorübergehend gestoppt werden kann, wenn sie ihre Identität nicht über den Dienst „Diia', per Videoschaltung oder über das Konsulat bestätigen; das Recht auf die Pension bleibt dabei bestehen und wird nach der Bestätigung wiederhergestellt.
Zusätzlicher Kontext: Frage der Haftung der PFU-Führung
In demselben Haushaltsentwurf wird laut öffentlichen Quellen auch eine Bestimmung diskutiert, die die Führung des Pensionsfonds von Strafen für verloren gerichtliche Verfahren über Pensionsfestsetzungen befreit. Dieser Punkt wird gesondert beachtet und unterstreicht, dass der Haushalt 2027 nicht nur die Finanzierungsvolumen, sondern auch die Haftungsmechanismen innerhalb des Pensionssystems betrifft.
Der Haushaltsentwurf für 2027 verankert somit ein Rekordniveau der Ausgaben für Pensionen und Sozialleistungen und stützt sich auf einen erheblichen Transfer aus dem Staatshaushalt. Die endgültigen Zahlen werden nach der Passage des Dokuments durch die Werchowna Rada bestätigt, daher können die Werte bis zum Inkrafttreten des Gesetzes noch angepasst werden.