Im Pentagon wird ein Plan für eine großangelegte und äußerst komplexe Spezialoperation entwickelt, deren Hauptziel die Beschlagnahmung oder Zerstörung von Vorräten angereicherten Urans an verstärkten Atomstandorten im Iran sein soll. Während sich die Strategie der USA bisher vor allem auf Luftangriffe auf die Atominfrastruktur konzentrierte, erwägt Washington nun ernsthaft eine Bodeninvasion. Laut Berichten der New York Post und CNN könnten für die Umsetzung eines solchen Szenarios Tausende von Soldaten benötigt werden.
Spezialeinheiten und Ingenieure: Wer wird in den Kampf ziehen
Den erhaltenen Informationen zufolge wird die Operation in zwei Phasen ablaufen. Zuerst werden große Truppenverbände in das Einsatzgebiet verlegt, um die Voraussetzungen für den Sturm zu schaffen. Erst danach werden Elite-Einheiten der Spezialeinsatzkräfte aktiv, deren Aufgabe die eigentliche Beschlagnahme des Kernmaterials ist.
Zu den potenziellen Teilnehmern der Operation gehören Kämpfer der Navy SEALs, Army Rangers sowie Spezialisten der 21. Artilleriekompanie der US-Armee. Laut Quellen soll gerade diese Kompanie für den sicheren Umgang mit angereichertem Uran und dessen Transport von den Standorten in Fordow und Isfahan verantwortlich sein.
Minen unter der Erde und das Risiko des Scheiterns
Experten widmen dem Standort in Isfahan besondere Aufmerksamkeit. Der Iran hat diese Position im Voraus verstärkt, Minen und Sprengstoff in Tunneln verlegt, um einen möglichen Überfall amerikanischer oder israelischer Kräfte zu antizipieren. Dies erschwert die Aufgabe erheblich: Die Ingenieurbrigaden müssen nicht nur Trümmer räumen, sondern das Gebiet unter feindlichem Beschuss entwaffnen.
Neben Fordow und Isfahan wird im Zielverzeichnis auch der unterirdische Komplex unter dem Berg bei Natanz genannt, bekannt als Pickaxe Mountain. Nach den vorliegenden Daten könnte der Iran dort hunderte Zentrifugen nach den vorläufigen Angriffen verbracht haben.
Das Ausmaß des Problems erklärt die Dringlichkeit der Frage. Nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) verfügte der Iran im Jahr 2025 über mehr als 9 Tonnen angereichertes Uran. Ein Teil dieser Vorräte wird in Tunneln tief unter der Erde in der Nähe von Isfahan gelagert.
Zweifel der Experten und die Position von Trump
Nicht alle Experten sind davon überzeugt, dass die Operation ohne enorme Verluste durchgeführt werden kann. Richard Goldberg, der in der ersten Amtszeit von Donald Trump im Nationalen Sicherheitsrat der USA für die Bekämpfung der iranischen Atomwaffen verantwortlich war, bezweifelte die Möglichkeit einer sicheren Durchführung der Mission.
„Wie lange kann man das aushalten und gleichzeitig in der Lage sein, alle eigenen Kräfte abzuziehen?“, fragte Goldberg.
Gleichzeitig hält Joseph Rogers, stellvertretender Direktor des Zentrums für strategische und internationale Studien, das militärische Szenario für am wahrscheinlichsten: „Ich möchte das nicht sagen, aber ich glaube, dass der wahrscheinlichste Weg, um das vorhandene Kernmaterial des Irans zu beseitigen, eine Militäroperation ist, da die Verhandlungen sich nicht schnell voranbewegen“.
Blockade der Straße von Hormus
Offiziell hat Washington bisher nicht bestätigt, dass ein Abkommen bereits getroffen oder auf ein Datum festgelegt wurde. Der Umfang der Vorbereitungen – von der Einbindung von Spezialeinheiten bis hin zu ingenieurtechnischen Berechnungen – deutet jedoch auf die Ernsthaftigkeit der Absichten hin. Donald Trump bezeichnete angereichertes Uran und das Atomprogramm des Irans als Hauptziel der USA. Kürzlich kündigte er die Zerstörung des Pickaxe-Bergs im Iran an und erklärte die Wiederaufnahme der Seeblockade. Die USA planen, die Straße von Hormus unter Kontrolle zu bringen und eine 20-prozentige Abgabe auf alle Schiffe zu erheben.