Das US-Verteidigungsministerium hat einen beispiellosen Schritt zur Modernisierung seiner U-Boot-Flotte unternommen. Das Pentagon hat eine Reihe von Verträgen im Gesamtwert von mehr als 76 Milliarden Dollar unterzeichnet, die den Bau von 14 neuen atomgetriebenen U-Booten sicherstellen. Diese umfassende Flottenmodernisierung soll im Zeitraum von den Haushaltsjahren 2025 bis 2029 umgesetzt werden.

Zwei Industrie-Giganten und neue U-Boote

Laut einer Mitteilung der US-Marine wurden die staatlichen Aufträge auf zwei führende Schiffbauunternehmen des Landes verteilt. Der Vertrag zum Bau von fünf U-Booten der Columbia-Klasse mit ballistischen Raketen ging an den Rüstungsgiganten General Dynamics Electric Boat.

Der zweite große Auftrag fiel an die Firma HII-Newport News Shipbuilding. Diese wird neun Mehrzweck-U-Boote der Virginia-Klasse bauen. Diese Schiffe wurden entwickelt, um starke Schlagkraft zu gewährleisten, und sind in der Lage, eine erhebliche Nutzlast zu tragen.

Strategische Bedeutung und Prioritäten

Das Pentagon bezeichnet diese Geschäfte als „historische Investitionen“ in die Zukunft der maritimen Stärke der USA. Besonderes Augenmerk liegt auf den U-Booten der Columbia-Klasse, die aus militärischer Sicht zum widerstandsfähigsten Teil der nuklearen Triade des Landes werden sollen. Ausgestattet mit ballistischen Raketen sollen sie eine effektive strategische Abschreckung gewährleisten und bleiben Priorität Nummer eins bei den Beschaffungen des Verteidigungsministeriums.

Parallel dazu wird die Einführung verbesserter Plattformen der Virginia-Klasse unterstützt, die eine Schlüsselrolle in taktischen und Angriffsbetrieb spielen.

Umfang des Programms und Generationswechsel

Die neuen Verträge ergänzen bereits bestehende Pläne. Bis zum Jahr 2026 hat die US-Marine bereits sieben U-Boote der Columbia-Klasse in Auftrag gegeben. Was die Virginia-Klasse betrifft, verfügt die Flotte derzeit über 26 gebaute U-Boote dieses Typs, wobei weitere 23 für den Bau geplant sind.

Die Modernisierung der Flotte impliziert auch die Außerdienststellung veralteter Einheiten. In naher Zukunft werden die Vereinigten Staaten U-Boote der Ohio-Klasse in den Ruhestand versetzen. Diese Schiffe, die bis zu 154 Tomahawk-Kreuzfahrtraketen tragen können, sind für ihre einzigartige Ausdauer bekannt. Sie können kontinuierliche Missionen mit einer Dauer von etwa zwei Jahren durchführen. In der Flottengeschichte ist ein Fall bekannt, in dem das U-Boot USS Florida während einer 700-tägigen Einsatzbereitschaft etwa 100.000 Kilometer zurücklegte und damit phänomenale Autonomieeigenschaften demonstrierte.