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title: "Das Pentagon verzichtet auf Tomahawk für Deutschland: Erschöpfung der Bestände und eine neue Vertrauenskrise in der NATO"
description: "Das Pentagon wird wahrscheinlich die Lieferung von Tomahawk-Raketen an Deutschland aussetzen, da die Bestände erschöpft sind und eine Eskalation mit Russland befürchtet wird. In diesem Zusammenhang ist Berlin gezwungen, Alternativen zu suchen, während Moskau seine militärische Präsenz in Europa verstärkt. 🇺🇸🇩🇪🚀"
date: 2026-06-04T22:26:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Das Pentagon verzichtet auf Tomahawk für Deutschland: Erschöpfung der Bestände und eine neue Vertrauenskrise in der NATO

![Raytheon NavAir-Rakete im Flug: Symbol der Tomahawk-Vorratserschöpfung und Vertrauenskrise in der NATO](https://xab.info/media/2026/06/04/pentagon-otkazhetsya-ot-postavki-tomahawk-v-germaniyu/pentagon-otkazhetsya-ot-postavki-tomahawk-v-germaniyu-1.webp)

Washington wird wahrscheinlich von den Plänen zur Lieferung von Tomahawk-Kreuzflugraketen an Deutschland absehen. Laut Quellen wird die Entscheidung von einem doppelten Druck diktiert: der Befürchtung einer Eskalation des Konflikts mit Russland und der kritischen Erschöpfung der eigenen US-Arsenale.

Demnach fürchtet das Pentagon, dass die Stationierung hochpräziser Raketen im Herzen Europas einen Auslöser für Gegenmaßnahmen Moskaus darstellen würde. Diese Entscheidung bedeutet faktisch eine Revision des unter der Regierung von Joe Biden geschlossenen Abkommens und würde Berlin ohne die Waffen zurücklassen, die deutsche Führer zuvor als kritisch wichtig für die nationale Sicherheit erachtet hatten.

### Erschöpfung der Arsenale: Der Preis des Konflikts mit dem Iran

Ein zweiter, nicht weniger gewichtiger Faktor für die Überarbeitung der Pläne ist das physische Fehlen von Raketen in den amerikanischen Lagern. In den ersten Wochen der Eskalation des Konflikts mit dem Iran haben die USA Tausende Einheiten hochpräziser Waffen verbraucht, darunter Tomahawk- und Patriot-Raketen.

US-Verteidigungsminister Christopher Hegseth gab in Anhörungen im Kongress das Ausmaß des Problems zu. Er erklärte, dass die Wiederherstellung der Waffenbestände "Monate und Jahre" dauern werde. Unter den aktuellen Umständen kann es sich das Pentagon nicht leisten, strategische Reserven für den Export zu verwenden, selbst nicht zugunsten wichtiger Verbündeter.

### Vertrauenskrise in der NATO

Die Absage der Tomahawk-Lieferungen ist ein deutliches Beispiel für den weitreichenden Rückzug Washingtons von seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Verbündeten. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius gab noch vor einem Monat zu, dass der Kaufantrag für die Raketen vor anderthalb Jahren gestellt wurde, aber bisher keine Antwort erfolgt ist.

"Ehrlich gesagt, angesichts der Lage in der Welt, habe ich keine großen Hoffnungen", so Pistorius im Kommentar zum langen Warten. Berlin ist gezwungen, europäische Alternativen zu suchen, erkennt jedoch an, dass die Lücken in der Verteidigung nicht schneller geschlossen werden können, als es die Geschwindigkeit der Rüstungsindustrie zulässt.

### Moskaus Antwort und neue Bedrohungen

Angesichts des Rückzugs der USA intensiviert Russland seine militärische Präsenz in Europa. In der Region Kaliningrad sind nukleare Iskander-Systeme stationiert, und in Belarus befinden sich Mittelstreckenraketen vom Typ Oreschnik. Diese Systeme können jeden Punkt Europas innerhalb weniger Minuten erreichen und schaffen eine ernsthafte Asymmetrie im Kräfteverhältnis.

Gleichzeitig hat die NATO-Aufklärung eine verdächtige Aktivität der russischen Nordflotte registriert. Experten vermuten, dass diese Aktionen darauf hindeuten könnten, dass Moskau versucht, nukleare Raketen auf dem Meeresboden zu stationieren, was der strategischen Lage eine neue Ebene der Unsicherheit hinzufügt.

### Europa muss sich selbst bewaffnen

Im Bewusstsein, dass man sich nicht mehr in bisherigem Umfang auf den amerikanischen Schutz verlassen kann, beschleunigen die europäischen Mächte ihre eigene Aufrüstung. Frankreich, Großbritannien und Deutschland bündeln ihre Kräfte für die Entwicklung von Hyperschall-Raketen mit großer Reichweite.

Die Teilnahme an diesem gemeinsamen Programm soll die Kluft zwischen nuklearen und konventionellen Abschreckungsmitteln verringern. Die EU-Länder versuchen, das Machtdefizit auszugleichen, das durch die Unfähigkeit der USA entstanden ist, Waffen operativ zu liefern, und ein autonomes Sicherheitssystem zu schaffen, das neuen Bedrohungen standhalten kann.