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title: "Peschow erklärte, Selenskyj habe einen Besuch in Moskau «nicht abgelehnt», trotz des öffentlichen Ablehnens durch Kiew"
description: "Peschow erklärte, Selenskyj habe einen Besuch in Moskau «nicht abgelehnt», obwohl Kiew diesen Ort öffentlich abgelehnt hat. Der Kreml verspricht, die «Sicherheit zu gewährleisten», doch ein realer Fortschritt in den Verhandlungen ist nicht festzustellen."
date: 2026-09-24T10:44:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/peschow-selenskyj-hat-besuch-in-moskau-nicht-abgelehnt
tags: [zelensky, peskov, kremlin, un-general-assembly, russia-ukraine, negotiations, moscow]
publisher: "XAB.info"
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# Peschow erklärte, Selenskyj habe einen Besuch in Moskau «nicht abgelehnt», trotz des öffentlichen Ablehnens durch Kiew

![Dmitri Peskow vor einem Gebäude: Aussage, dass Selenskyj einen Besuch in Moskau nicht ablehnte](https://xab.info/media/2026/09/24/peskov-zelenskiy-ne-otkazylsya-ot-vizita-v-moskvu/peskov-zelenskiy-ne-otkazylsya-ot-vizita-v-moskvu-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Peschow erklärte, der Kreml habe keine offizielle Ablehnung eines Besuchs Selenskyjs in Moskau erhalten
- Selenskyj hatte zuvor den moskowischen Ort kategorisch abgelehnt und Putin nach Kiew eingeladen
- Die Formulierung Selenskyjs über einen Besuch «per Rakete» löste eine scharfe Reaktion des russischen Außenministeriums und des Kremls aus
- Der Kreml besteht darauf, dass Moskau der einzige mögliche Ort für ein Treffen der Staatsführer ist
- Stand 24. September 2026 wurde kein realer Fortschritt in der Verhandlungsschiene festgestellt

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peschow, erklärte, dass der Kreml bis jetzt keine offizielle Ablehnung eines möglichen Besuchs Wladimir Selenskyjs in Moskau zu Verhandlungszwecken erhalten habe. Laut dem Kreml-Vertreter: «Selenskyj hat einen Besuch in Moskau nicht abgelehnt. Ich habe es zumindest nicht gehört», zitiert ihn TASS, auf das sich RBC-Ukraine bezieht. Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund der aktiven öffentlichen Tätigkeit des ukrainischen Präsidenten im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, wo Selenskyj, nach Einschätzung Pechows, «gerade viele Erklärungen abgibt».

### Kontext: UN-Generalversammlung und provokante Fragen

Die Rede Selenskyjs auf der UN-Generalversammlung war von einem Vorfall begleitet: russische Propagandisten riefen dem ukrainischen Präsidenten eine provokante Frage nach, wann er genau nach Moskau fahren wolle. Dieser Vorfall wurde zum Anlass für eine neue Runde öffentlicher Wortgefechte zwischen den beiden Hauptstädten. Peschow, der die Situation kommentierte, betonte, dass in Russland «bisher keine offizielle Ablehnung gehört» worden sei, und ignorierte damit de facto die zuvor öffentlich geäußerten Erklärungen Selenskyjs.

### «Besuch per Rakete»: Reaktion des Kremls auf die harten Formulierungen Kiews

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Vorfall im Zusammenhang mit der Formulierung Selenskyjs über einen Besuch in Moskau «per Rakete». Wie RBC-Ukraine und Dialog.ua berichten, löste diese Aussage eine scharfe Reaktion im russischen Außenministerium aus: Maria Sacharowa sei, laut Quellen, in Kommentaren «aus dem Häuschen geraten», während der Kreml auf die Worte des ukrainischen Präsidenten mit der für die offizielle Rhetorik typischen Zurückhaltung reagierte. Peschow erklärte seinerseits, dass Russland im Falle eines Besuchs Selenskyjs in Moskau «die Sicherheit gewährleisten» werde (osnmedia.ru), was die rhetorische Geste de facto in ein formales Einladung mit Vorbehalten verwandelt.

### Moskau – der einzige Ort: Position des Kremls

Zuvor hatte Peschow bereits erklärt, dass Russland für ein mögliches Treffen der Staatsführer ausschließlich Moskau in Betracht ziehe und dass «Überlegungen über einen anderen Ort für Verhandlungen unangemessen seien». Diese Position bleibt unverändert: Kiew lehnt seinerseits kategorisch Verhandlungen auf dem Territorium des Angreiferlandes ab und hat Wladimir Putin öffentlich nach Kiew eingeladen. Somit hat formal keine der beiden Seiten ihr Angebot zurückgezogen, doch die geografische Bindung macht ein reales Treffen in absehbarer Zukunft äußerst unwahrscheinlich.

### Widersprüchliche Angaben

Zwischen den Erklärungen beider Seiten besteht ein direkter Widerspruch. Einerseits hat Wladimir Selenskyj zuvor die Möglichkeit eines Treffens in Moskau kategorisch abgelehnt und sie als unannehmbar bezeichnet, und eine Alternative vorgeschlagen – Kiew. Andererseits behauptet Peschow, er habe von einer offiziellen Ablehnung «nichts gehört». Der Unterschied in den Formulierungen ist entscheidend: Für Kiew ist die Ablehnung des moskowischen Ortes eine öffentliche und mehrfach bestätigte Position, während für den Kreml das «Fehlen eines offiziellen Dokuments» gleichbedeutend mit dem Fehlen einer Ablehnung ist. Analysten merken an, dass diese Rhetorik es der russischen Seite erlaubt, im öffentlichen Raum das Narrativ der «Bereitschaft zum Dialog» aufrechtzuerhalten, ohne dabei die Bedingungen zu ändern, die Kiew als demütigend betrachtet. Außerdem wird in den Quellen (360.ru, osnmedia.ru) betont, dass Peschow gleichzeitig verspricht, die «Sicherheit» des Besuchers zu gewährleisten, was im Kontext der andauernden Kampfhandlungen von Kiew als zusätzliche Provokation und nicht als konstruktiver Schritt wahrgenommen wird.

### Was bedeutet das für die Verhandlungsschiene

Stand 24. September 2026 wurde kein realer Fortschritt in der Verhandlungsschiene festgestellt. Die Erklärungen Pechows haben vorwiegend innenpolitischen Charakter und zielen auf die Demonstration der «Offenheit» des Kremls gegenüber dem russischen Publikum. Selenskyj nutzt seinerseits die UN-Bühne, um die Position der Ukraine auf der internationalen Bühne zu festigen und von den Vorwürfen des «Unwillens, zu verhandeln» abzulenken. Solange die geografische Frage nicht geregelt ist – Moskau gegen Kiew – bleiben jegliche «Einladungen» ein rhetorisches Instrument und kein funktionaler Mechanismus der Diplomatie.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Putins Umfeld reagierte auf Selenskyjs Worte über einen Besuch in Moskau «per Rakete»](https://www.rbc.ua/ukr/news/putina-vidpovili-slova-zelenskogo-vizit-moskvi-1790246312.html) - Подтверждает цитату Пескова и контекст формулировки Зеленского о визите «на ракете».
- [Selenskyj deutete auf einen Raketenangriff auf Moskau hin – Sacharowa geriet aus dem Häuschen](https://www.dialog.ua/russia/zelenskiy-nameknul-na-raketnyy-udar-po-moskve-zakharova-sorvalas.html) - Подтверждает реакцию российского МИД; формулировка 'сорвалась' носит оценочный характер, в статье использована с атрибуцией 'по данным источников'.
- [Der Kreml bewertete Selenskyjs Antwort über einen Besuch in Moskau](https://360.ru/news/ukrainian-crisis/v-kremle-otsenili-otvet-zelenskogo-pro-vizit-v-moskvu/) - Подтверждает позицию Кремля по оценке высказываний Зеленского и настаивание на московской площадке.
- [Peschow: Selenskyj kann nach Moskau kommen, Sicherheit werden wir gewährleisten](https://www.osnmedia.ru/politika/peskov-zelenskij-mozhet-priehat-v-moskvu-bezopasnost-obespechim) - Подтверждает заявление Пескова об обеспечении безопасности в случае визита.

## ❓ FAQ

### Q: Warum behauptet Peschow, Selenskyj habe einen Besuch in Moskau «nicht abgelehnt»?
**A:** Peschow beruft sich auf das Fehlen eines formellen «offiziellen Dokuments» mit einer Ablehnung. Dabei hat Selenskyj den moskowischen Ort mehrfach öffentlich abgelehnt. Der Unterschied zwischen öffentlichem Ablehnung und «offizieller Brief» ist der Kern des Widerspruchs in den Formulierungen.

### Q: Was hat Selenskyj über einen Besuch in Moskau «per Rakete» gesagt?
**A:** Laut RBC-Ukraine und Dialog.ua verwendete Selenskyj eine Formulierung, die andeutet, dass die einzige Möglichkeit, Moskau zu «besuchen», ein Raketenangriff wäre. Diese Aussage löste eine scharfe Reaktion im russischen Außenministerium und Kommentare im Kreml aus.

### Q: Betrachtet der Kreml andere Orte für ein Treffen?
**A:** Nein. Peschow erklärte zuvor, dass Russland ausschließlich Moskau in Betracht ziehe und dass «Überlegungen über einen anderen Ort unangemessen seien». Kiew schlägt seinerseits Kiew vor.

### Q: Gibt es reale Perspektiven für Verhandlungen stand September 2026?
**A:** Laut verfügbaren Angaben wurde kein realer Fortschritt in der Verhandlungsschiene festgestellt. Die Erklärungen beider Seiten haben vorwiegend rhetorischen und innenpolitischen Charakter.