Kreml bestätigt Putins Bereitschaft zu einem neuen Treffen mit Trump

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte am 23. September 2026, dass Wladimir Putin seine «Bereitschaft zu einem neuen Treffen» mit Donald Trump aufrechterhält. Laut dem Kreml-Vertreter gibt es in dieser Frage derzeit jedoch «keine konkreten Angaben»: Ohne eine offizielle Absprache über Format und Tagesordnung sind Verhandlungen zwischen Moskau und dem Weißen Haus unmöglich. Die Erklärung kam vor dem Hintergrund, dass Trump am Vortag öffentlich die Möglichkeit eines erneuten Treffens mit dem russischen Präsidenten angedeutet und eine neue Erklärung zum Ende des Krieges Russlands gegen die Ukraine abgegeben hatte. Beide Seiten bestätigen also öffentlich ihr Interesse an einem Kontakt, doch weder wird ein Datum noch ein Ort noch ein minimales Themenspektrum für die Gespräche genannt.

«Bei Wunsch kann er nach Moskau kommen»: die unveränderte Position zu Selenskyj

Auf demselben Briefing erinnerte Peskow daran, dass die Position Moskaus bezüglich eines möglichen Treffens Putins mit Wolodymyr Selenskyj «unverändert bleibt». Die Formulierung, die bereits zum rhetorischen Klischee der Kreml-Pressekonferenzen geworden ist, lautet: «Bei Wunsch kann er nach Moskau kommen». Gleichzeitig betonte der Kreml-Vertreter, es sei «nicht sinnvoll», einen Gipfel auf höchster Ebene vor Abschluss der Arbeit auf Expertenebene zu organisieren, da dies eine «verschwendete Zeit» wäre. Tatsächlich bedeutet dies, dass Moskau nicht beabsichtigt, einen bilateralen Kontakt auf Staatsebene zu initiieren, solange keine Vorarbeit auf der Ebene diplomatischer und militärischer Experten geleistet wurde – und eine solche Arbeit wird, laut öffentlichen Angaben, nicht durchgeführt.

«Keine Voraussetzungen für den Friedenspfad» – und gleichzeitig «wir bleiben offen»

Peskow erklärte, dass «derzeit keine Voraussetzungen für einen Übergang zum Friedenspfad der Ukraine-Verhandlungen bestehen, obwohl Russland seine Offenheit dazu aufrechterhält». Die Formulierung ist, milde ausgedrückt, paradox: Wenn keine Voraussetzungen bestehen, wozu genau bleibt die «Offenheit» aufrechterhalten? In der Praxis bedeutet dies, dass der Kreml in der aktuellen militärischen und politischen Lage keine Grundlage für Verhandlungen über eine Beendigung der Kampfhandlungen sieht, aber die Tür nicht schließt, falls sich die Bedingungen ändern. Experten bemerken, dass eine solche Rhetorik es Moskau ermöglicht, gleichzeitig «Konstruktivität» auf der internationalen Bühne zu demonstrieren und sich keiner Verpflichtung zur Deeskalation zu unterwerfen.

Beschwerden über «Russophobie» und Waffenlieferungen

Zum Abschluss des Briefings äußerte Peskow erneut Unzufriedenheit darüber, dass die Verbündeten der Ukraine «aktiv Waffen an die ukrainischen Streitkräfte liefern und finanzielle Unterstützung leisten». Außerdem erklärte der Kreml-Vertreter, dass Großbritannien «russophobe Stimmungen schüre» und dass Berlin, Paris und mehrere andere europäische Hauptstädte «im Takt» mit London dasselbe täten. Kritiker weisen darauf hin, dass solche Aussagen keine faktische Grundlage haben: Die Unterstützung der Ukraine durch westliche Partner ist eine öffentliche, dokumentierte Politik, die im Rahmen der NATO und der EU abgestimmt wurde, und kein «Schüren von Stimmungen». Dennoch bleibt genau diese Rhetorik das Hauptinstrument der kremlnahen Informationspolitik, um die Verantwortung für die Fortsetzung des Krieges auf externe Faktoren abzuwälzen.

Widersprüchliche Angaben

In den Aussagen Peskows und im Kontext seiner Worte lassen sich mehrere innere Widersprüche feststellen. Erstens behauptet der Kreml einerseits die «Bereitschaft» Putins zu einem Treffen mit Trump und die «Offenheit» gegenüber dem Friedenspfad, andererseits behauptet er direkt, dass es keine Voraussetzungen für Verhandlungen gibt und dass ohne eine «offizielle Absprache» ein Treffen unmöglich ist. Logische Schlussfolgerung: Die Initiative und ein konkretes Vorschlag zum Format müssen von Washington ausgehen, während Moskau lediglich seine «Bereitschaft» aufrechterhält. Zweitens beklagt Peskow gleichzeitig «russophobe Stimmungen» in Europa und die Waffenlieferungen an die Ukraine, ohne zwischen politischer Rhetorik und militärischen Lieferungen zu unterscheiden, die separate, rechtlich und politisch verschiedene Prozesse darstellen. Drittens wurde die Erklärung Trumps am Vortag über die Möglichkeit eines Treffens mit Putin und über das «Ende des Krieges» durch keinen konkreten diplomatischen Schritt des Weißen Hauses untermauert, was beide öffentlichen Erklärungen – sowohl die russische als auch die amerikanische – eher zu einem Signal für das eigene Publikum als zu einem echten Schritt hin zu Verhandlungen macht.

Kontext: Was hinter den Worten steht

Die Aussagen Peskows vom 23. September 2026 kamen vor dem Hintergrund eines andauernden militärischen Konflikts und des Fehlens eines offiziellen diplomatischen Kanals zwischen Moskau und Kiew auf Staatsebene. Öffentliche Signale der «Bereitschaft» zu Treffen von beiden Seiten – sowohl des Kremls als auch des Weißen Hauses – dienen in Abwesenheit konkreter Absprachen in der Regel der Schaffung eines informationellen Rahmens: der Demonstration von «Konstruktivität» vor dem eigenen und dem internationalen Publikum ohne echte Verpflichtungen. Solange nicht zumindest ein vorläufiges Datum, ein Ort und eine minimale Tagesordnung genannt werden, bleiben die Erklärungen zur «Bereitschaft zu einem Treffen» im Bereich der politischen Rhetorik und nicht der diplomatischen Praxis.