Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine scharfe Erklärung zu bevorstehenden militärischen Aktionen gegen den Iran abgegeben. Laut ihm könnten US-Truppen die Bombardierung „wichtiger Ziele“ bereits in den nächsten Stunden beginnen, wobei ein Angriff noch in dieser Nacht möglich ist.
Druck für ein Abkommen
Hegseth erläuterte, dass die Drohung mit einem schweren Schlag kein Selbstzweck, sondern ein Druckmittel ist. Washington fordert von Teheran den Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges. Der Chef des Pentagon bestätigte damit faktisch die Position von Präsident Donald Trump, der zuvor neue Angriffe angekündigt hatte, falls der Iran keine Zugeständnisse macht.
„Das Central Command wird heute Abend beschäftigt sein, denn Präsident Trump hat gesagt, dass wir den Iran hart treffen werden, und wir werden es tun“, erklärte der Minister. Er fügte hinzu, dass der Iran die Chance habe, einen „guten Deal“ abzuschließen, um Zusicherungen zu festigen, die Teheran aus Sicht Washingtons zuvor nicht einhalten wollte.
Umfang und Zeitpunkt der Operation
Der Beamte betonte, dass das Ziel der Angriffe nicht die Neubelebung des Konflikts, sondern die Schaffung von Bedingungen für die Garantie eines Abkommens sei. Hegseth warnte, dass die Angriffe, falls sie am Mittwochabend stattfinden (nach Kiewer Zeit bereits Donnerstagabend/Nacht), groß angelegt sein werden. Er schloss jedoch nicht aus, dass der Angriff auch am nächsten Tag erfolgen könnte, wobei Umfang und Präzision erhalten blieben.
Voraussetzungen für die Eskalation
Bereits am Mittwoch hatte Trump erklärt, der Iran habe den Abschluss eines Abkommens „zu lange hinausgezögert“. Auslöser für die drastische Änderung des Tons war ein Vorfall im Bereich der Straße von Hormus. Am Dienstag, dem 9. Juni, teilte der Präsident mit, dass ein US-Hubschrauber vom Typ AH-64 Apache vom Iran abgeschossen wurde. In der Nacht zum 10. Juni führten die USA Vergeltungsschläge gegen Luftabwehrsysteme und Kommandozentralen in der Nähe der Straße durch, woraufhin der Iran US-Ziele im Nahen Osten angriff. Die Parteien hatten die Beschüsse vorübergehend eingestellt, doch die Spannungen bleiben hoch.
Dem Nachrichtenmagazin Axios zufolge berief Trump am Mittwochabend ein Treffen im Lagezentrum ein, um neue Angriffe zu besprechen. Eine der diskutierten Optionen war eine groß angelegte, aber kurzfristige Operation, die den Iran dazu bringen soll, seine Position in den Verhandlungen zu ändern. Details eines möglichen Angriffs bleiben unbekannt.