Die Frage der Zuweisung einer Sozialversicherungsrente in der Ukraine hängt eng mit dem Nachweis der Versicherungsdienstzeit zusammen. Traditionell gilt das Arbeitsbuch als das wichtigste Dokument, das die berufliche Tätigkeit festhält. Experten des Pensionsfonds der Ukraine (PFU) warnen jedoch: Für eine korrekte Berechnung der Zahlungen kann die papierne Version des Dokuments allein nicht ausreichen. Bürgern wird dringend empfohlen, zusätzliche Bescheinigungen im Voraus zu digitalisieren und in die elektronische Datenbank hochzuladen.

Aufteilung der Dienstzeit: vor und nach 2004

Ein Schlüsselfaktor, der das Verfahren zur Bestätigung der Dienstzeit beeinflusst, ist das Datum des Beginns der beruflichen Tätigkeit. Laut Informationen von RBK-Ukraine unter Bezugnahme auf den PFU werden Arbeitsperioden, die nach dem 1. Januar 2004 erworben wurden, automatisch berechnet. Diese Daten werden auf der Grundlage des Registers der versicherten Personen des Staatlichen Registers der allgemeinen staatlichen Sozialversicherung erstellt.

Die Situation ändert sich grundlegend für diejenigen, die vor dem genannten Datum mit der Arbeit begonnen haben. Tätigkeitsperioden vor 2004 haben keinen digitalen Fußabdruck im Register und werden ausschließlich dokumentarisch bestätigt. In diesem Fall spielt das Arbeitsbuch, das bei der ersten offiziellen Einstellung ausgestellt wurde, eine entscheidende Rolle.

Notwendigkeit der Digitalisierung von Dokumenten

Trotz des Vorhandenseins eines papierernen Arbeitsbuchs stellen die Pensionsfonds fest, dass für eine vollständige Erfassung der Dienstzeit eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen erforderlich ist. Experten erklären, dass das Fehlen eines Teils der Bestätigungsdokumente im elektronischen System die Vollständigkeit der Gutschrift der Versicherungsdienstzeit bei der Rentenzuweisung beeinträchtigen kann. Das bedeutet, dass selbst bei Vorhandensein aller Bescheinigungen im persönlichen Archiv, wenn sie nicht in die Datenbank des Fonds hochgeladen wurden, ein Teil der Dienstzeit verloren gehen kann.

Zuvor berichtete RBK-Ukraine, dass in dem Land die Übergangsfrist für die Digitalisierung von Arbeitsbüchern endet. Diese Kampagne betrifft in erster Linie Bürger, deren berufliche Tätigkeit vor dem 1. Januar 2004 begann. Das Verpassen dieser Phase kann bei der Pensionierung zu erheblichen Schwierigkeiten führen.

Wie man Dokumente einreicht

Das Verfahren zur Digitalisierung steht jedem Bürger zur Verfügung. Der PFU stellt fest, dass Scan-Kopien von Dokumenten auf zwei Arten eingereicht werden können:

  • Selbstständig über das Webportal der elektronischen Dienste des Fonds.
  • Über den aktuellen oder ehemaligen Arbeitgeber.

Die Nutzung des Webportals ermöglicht es, den Upload-Prozess zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Daten korrekt in das elektronische Arbeitsbuch eingetragen wurden. Dies garantiert, dass bei der Rentenberechnung alle Arbeitsperioden berücksichtigt werden, die vor der Einführung der obligatorischen elektronischen Sozialversicherung festgehalten wurden.