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title: "Phantomschmerzen des Kremls: drei reale Gründe für die neue Welle von Drohungen gegen Kiew"
description: "Das ZBD hat drei verborgene Gründe enthüllt, warum der Kreml Kiew erneut bedroht: von Ohnmacht an der Front bis hin zur Angst vor Diplomaten. 🇷🇺🚫 Experten bezeichnen diese Aktionen als „Phantomschmerzen“ Russlands, das versucht, seine echten Probleme zu verbergen. 🇺🇦🛡️"
date: 2026-05-26T20:33:31.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Phantomschmerzen des Kremls: drei reale Gründe für die neue Welle von Drohungen gegen Kiew

![Andrij Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, kommentiert die Drohungen Russlands](https://xab.info/media/2026/05/27/fantomnye-boli-kremla-tri-prichiny-ugroz-kievu/andriy-kovalenko-ccd.webp)

Warum spricht Moskau wieder von „Vergeltung“ und Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt? Antworten auf diese Frage gab das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (ZBD). Experten analysierten die Rhetorik des Kremls und identifizierten drei grundlegende Gründe, die die russische Führung zur Eskalation der verbalen Aggression antreiben.

### Versteckte Schwäche an der Front

Der erste und vielleicht offensichtlichste Grund ist das Fehlen strategischer Erfolge der russischen Armee. Wenn am Schlachtfeld nichts Wesentliches geschieht, läuft die Propagandamaschine im Leerlauf. Um dies zu kompensieren und den Anschein von Aktivität zu erwecken, greift der Kreml auf eine Terror-Taktik gegen die Zivilbevölkerung zurück.

Andrij Kowalenko, Leiter des ZBD, weist direkt darauf hin: Ohne echte militärische Erfolge erklärt die Führung Russlands offiziell einen Kurs der Einschüchterung. Das Ziel ist einfach: Den Willen der Ukrainer zu brechen, sie das Gefühl der Ohnmacht empfinden zu lassen und sie zur Kapitulation zu bewegen. Doch die Geschichte hat bereits gezeigt, dass solche psychologischen Angriffe nicht funktionieren: Die Ukrainer geben nicht auf, sondern schweißen sich nur enger zusammen.

### Panik vor Diplomaten

Der zweite Grund liegt im Wunsch Moskaus, die internationale Präsenz in Kiew zu kontrollieren. Der Kreml fürchtet, dass ein versehentlicher Treffer einer Rakete auf das Gebäude einer Botschaft eines einflussreichen Landes Anlass für scharfe internationale Verurteilung geben könnte. Um dies zu vermeiden, versucht Russland, Diplomaten dazu zu bringen, die Hauptstadt eigenmächtig zu verlassen.

Das Szenario, das zu Beginn der Invasion auf ganzer Linie gespielt wurde, funktioniert heute nicht mehr. Die Welt fürchtet die russische Armee nicht mehr, die ihre Schwäche demonstriert hat. Der Einfluss Russlands im Kaukasus, auf dem Nahen Osten und in den postsowjetischen Ländern nimmt rapide ab. Die verbliebenen „Phantomschmerzen“ der Russen durch den Verlust dieses Einflusses lassen sie nervös werden und drohen.

### Ablenkung von internen Problemen

Der dritte Grund ist rein innerstaatlicher Natur. Der Kreml muss die eigene Bevölkerung von der Realität ablenken: Die Ukraine führt erfolgreich Angriffe auf militärische Objekte auf russischem Territorium durch, und Moskau kann seine Regionen nicht schützen.

Russische Strategen glauben fälschlicherweise, dass die Beschuss von Kiew ihre Hauptstadt irgendwie retten wird. In Wirklichkeit bringen sie den Krieg nur näher an Moskau heran. Wie Kowalenko zusammenfasste: „Davor kann nur der Frieden schützen, den Putin nicht will“.

Diese Worte fielen vor dem Hintergrund eines der größten Angriffe der letzten Zeit. In der Nacht zum 24. Mai feuerte Russland etwa 90 Raketen und 600 Drohnen auf die Ukraine ab, wobei der Hauptfokus auf Kiew lag. Die Radare der Luftabwehr konnten nicht alle Ziele abfangen, was die wachsende Stärke der Angriffe bestätigt. Unterdessen hat Maria Sacharowa bereits gewarnt, dass die Angriffe fortgesetzt werden, und das russische Außenministerium bereitet eine offizielle Erklärung für ausländische Diplomaten vor.