Der ukrainische Finanzmarkt verzeichnete ein bedeutendes Ereignis: Der Fonds zur Einlagensicherung natürlicher Personen (FGVFL) hat offiziell das Sanierungsverfahren in Bezug auf die Aktiengesellschaft „Erste Investitionsbank“ (PINBank) abgeschlossen. Diese Entscheidung markiert den Abschluss eines komplexen Prozesses zur Wiederherstellung der Kreditorganisation, die nach dem Eigentümerwechsel und der Nachkapitalisierung wieder vollumfänglich tätig ist.
Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit und Aufhebung von Beschränkungen
Das wichtigste Ergebnis der Arbeit des Fonds war die Bestätigung der Nationalbank der Ukraine, dass die PINBank ihre Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt hat. Infolgedessen hat der FGVFL die Befugnisse seines Kurators in der Bank beendet. Von nun an werden alle vorübergehenden Beschränkungen für die Kreditorganisation aufgehoben, die im Rahmen der Gesetzgebung über das Einlagensicherungssystem galten. Dies betrifft insbesondere die Verfahren zur Auszahlung von Einlagen und die Zinsgutschrift auf Einlagen, die nun im Standardmodus geregelt sind.
Erfolgreicher Verkauf an einen strategischen Investor
Der Wendepunkt in der Geschichte der Bank ereignete sich Ende April 2026. 100 % der Aktien der PINBank wurden von der litauischen Fintech-Firma UAB ZEN.COM erworben. Der Deal wurde für 175 Millionen Griwna abgeschlossen. Der neue Eigentümer führte schnell eine Nachkapitalisierung der Bank durch und stellte die Einhaltung aller erforderlichen regulatorischen Anforderungen sicher.
Die Geschichte der Sanierung begann am 20. Februar 2026, als der Fonds eine vorläufige Verwaltung einsetzte, nachdem die Bank als zahlungsunfähig eingestuft worden war. Bereits am 31. März endete der offene Wettbewerb zur Suche nach einem Investor. Als Ergebnis wurde die Option gewählt, die dem Prinzip der geringsten Kosten für das System entspricht – der Verkauf der Bank an einen privaten Investor. Der Kaufvertrag wurde am 17. April unterzeichnet.
Erhaltung des Vertrauens von Kunden und Markt
Der FGVFL betont, dass die gewählte Sanierungsmethode es ermöglichte, mehrere kritisch wichtige Ziele zu erreichen: die Kontinuität der Kundenbetreuung zu gewährleisten, die Mittel der Einleger und Gläubiger vollständig zu schützen und eine zusätzliche Belastung für das Einlagensicherungssystem selbst zu vermeiden.
Die Direktorin des Fonds zur Einlagensicherung natürlicher Personen, Olga Bilaj, bezeichnete die Sanierung der PINBank als eines der erfolgreichsten Beispiele für die Arbeit der Organisation. Ihrer Ansicht nach gelang es, einen transparenten und wettbewerbsfähigen Prozess zur Suche nach einem Investor durchzuführen, ohne den Betrieb der Bank zu unterbrechen und einen internationalen strategischen Partner zu gewinnen. Dies ist bereits der fünfte Fall der Sanierung einer zahlungsunfähigen Bank, den der Fonds unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges umgesetzt hat.
Auch die Vertragsparteien hoben die Bedeutung dieses Schritts für den Ruf des ukrainischen Finanzsektors hervor. Die litauische Firma erklärte, dass sie diese Investition als Bestätigung des langfristigen Vertrauens in den ukrainischen Finanzmarkt und sein Investitionspotenzial betrachtet, selbst unter den Bedingungen eines anhaltenden militärischen Konflikts.