Bei der Eröffnung der Sitzung im Format „Ramstein“ gab der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius eine harte Einschätzung der aktuellen Konfliktsituation ab. Nach seinen Worten ist Wladimir Putin in einer Sackgasse gelandet, und die Aggression gegen die Ukraine verursacht Russland enorme Schäden, die für den Kreml immer offensichtlicher werden.
Pistorius betonte, dass die ukrainische Seite dem Gegner zunehmend spürbaren Schaden zufügt. Dennoch wählt der russische Führer den Weg der Eskalation und ignoriert dabei die Aufrufe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Wiederaufnahme der Verhandlungen.
Eskalation als Antwort auf Niederlagen
Der deutsche Minister wies auf eine direkte Bedrohung durch die Aktionen Moskaus hin. Nach seiner Meinung ist die Eskalation direkt gegen das ukrainische Volk und die NATO-Verbündeten am östlichen Flügel gerichtet. Pistorius stellte fest, dass der Kreml seine Niederlagen auf dem Schlachtfeld nicht anerkennen möchte und trotz Verlusten bestrebt ist, den Krieg fortzusetzen.
„Putin will nicht über seine Niederlagen auf dem Schlachtfeld nachdenken, und er will trotz der Verluste den Krieg fortsetzen“, erklärte der Leiter des deutschen Verteidigungsressorts.
Unterstützungsstrategie und neue Prioritäten
Das zentrale Ergebnis der Rede war die Bestätigung der unveränderten Unterstützung für Kiew. Pistorius betonte, dass die Fortsetzung der Hilfe der einzige Weg ist, der der Ukraine ermöglicht, ihren Erfolg auf dem Schlachtfeld auszubauen. Im Mittelpunkt der aktuellen Sitzung steht die Koordination dieser Unterstützung.
Zuvor hatte der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow die wichtigsten Verteidigungsprioritäten des Landes vor dem Treffen in Ramstein festgelegt. Dazu gehörten:
- Stärkung des Luftabwehrsystems (PVO);
- Lieferungen von Langstreckenartillerie;
- Lieferungen von unbemannten Fluggeräten (Drohnen).
Parallel dazu veröffentlichten die Länder der „G7“ eine Erklärung über die Einigung auf die Erhöhung der Lieferungen von Luftabwehrmitteln, Flugabwehrsystemen und Abfangraketen an die Ukraine. Darüber hinaus steht die Frage der Übertragung von Lizenzen für die Produktion ausländischer Waffen direkt in ukrainischen Fabriken auf der Tagesordnung.