Der ehemalige Tottenham-Hotspur- und Schweizer Nationalverteidiger Ramon Vega hat offiziell seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten bekannt gegeben. Der 55-jährige Finanzmanager und ehemalige Profifußballer ist der erste offizielle Herausforderer des amtierenden Verbandschefs Gianni Infantino für die anstehenden Wahlen im März 2027.
Führungskrise und Kritik an Infantino
Ramon Vegas Entschluss, in das Rennen um das höchste Amt im Weltfußball einzusteigen, erfolgt vor dem Hintergrund einer schweren Führungskrise. Gianni Infantino sieht sich heftiger Kritik und Rücktrittsforderungen ausgesetzt, nachdem er die umstrittene Idee vorangetrieben hatte, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Führende Verbände wie die UEFA, die CONCACAF und die AFC warfen dem FIFA-Präsidenten Vertrauensbruch vor.
Standpunkte des Herausforderers und frühere Versuche
Vega bewertete die aktuelle Situation als kritisch und erklärte, der Fußball befinde sich derzeit künstlich am Leben; schlechte Führung und egoistische Konflikte der Funktionäre zerstörten das Vertrauen in die Organisation. Es ist bereits der dritte Anlauf des 55-jährigen Schweizers, der sich zuvor schon 2015 und 2019 um das Amt beworben hatte, damals jedoch nicht genügend Unterstützung der Nationalverbände erhalten konnte.
Weg zur Wahl und Hauptziele der Reformen
Für eine offizielle Kandidatur müssen Bewerber die Unterstützung von mindestens fünf der 211 FIFA-Mitgliedsverbände nachweisen, in zwei der letzten fünf Jahre aktiv im Fußball tätig gewesen sein und die Integritätsprüfung bestehen. Als Hauptziele seiner Kampagne nannte Vega die Einigung der globalen Fußballfamilie, echte und langfristige Reformen sowie die Wiederherstellung von Transparenz.