Die Welt der mobilen Industrie wurde von einer Nachricht erschüttert, die das beliebte Spiel Pokémon Go mit militärischen Entwicklungen in Verbindung bringt. Es stellte sich heraus, dass der kolossale Datensatz, der von Spielern zu Unterhaltungszwecken gesammelt wurde, die Grundlage für die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz bildete, die in der Lage ist, Kampfdrohnen unter Bedingungen ohne Satellitenverbindung zu steuern.

Von der Jagd auf Pokémon bis zu militärischen Karten

Alles begann im Jahr 2021, als die Entwickler von Pokémon Go die AR-Scan-Funktion einführten. Den Spielern wurde angeboten, kurze 360-Grad-Videos von Straßen, Gebäuden und sogenannten Pokéstops aufzunehmen. Im Gegenzug erhielten sie seltene Spielartefakte. Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt nahmen dies als fesselnde Erweiterung des Gameplays wahr, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wohin das gedrehte Material fließen würde.

Ein Beispiel für diese „blinde“ Aktivität ist der Fall eines Bewohners der Niederlande, der Journalisten gestand, dass er im Verlauf des Spiels versehentlich das Interieur seiner eigenen Wohnung gescannt hat. Bis 2025 wuchs die Datenbank um 30 Milliarden dreidimensionale Scans der Umgebung.

Die Geburt von Niantic Spatial und der Deal des Jahrhunderts

Im Jahr 2025 teilte das Unternehmen Niantic Labs seine Vermögenswerte auf. Die Spiele-Franchise wurde an den Holding-Konzern Scopely für 3,5 Milliarden Dollar verkauft, während die technologische Abteilung, die über die einzigartigen Daten verfügte, als eigenständige Struktur – Niantic Spatial – ausgegliedert wurde. Genau dieses neue Unternehmen erbte die Rechte an dem geistigen Eigentum und die riesige Datenbank der Benutzerscans.

Mit Hilfe dieser Daten entwickelten Ingenieure das Large Geospatial Model – eine riesige dreidimensionale digitale Kopie der Erde. Ende 2025 kündigte Niantic Spatial eine strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen Rüstungsauftragnehmer Vantor an, einem bekannten Entwickler von Software für Aufklärungszwecke.

Technologie, die kein GPS benötigt

Hauptziel der Integration war die Entwicklung eines Systems für visuelle Positionierung (VPS). Moderne Kampfdrohnen sind kritisch von GPS abhängig, das in Kampfzonen leicht gestört oder gefälscht werden kann. Die neue Technologie ermöglicht es Drohnen, sich ausschließlich über Kameras zu orientieren, indem sie das reale Bild mit der dreidimensionalen Karte im Speicher abgleichen.

Die Plattform Vantor Raptor kombiniert Satellitenbilder mit detaillierten Bodenkarten von Niantic. Dies gewährleistet die Synchronisation zwischen Tausenden von Drohnen und Bodenoperatoren in einem einzigen digitalen Netzwerk, selbst ohne Internetzugang.

Ethische Resonanz und juristische Feinheiten

Die Veröffentlichung der Informationen löste eine heftige Reaktion in der Fachwelt aus. Experten der Technischen Universität Delft stellten fest, dass die Schaffung einer solchen KI ohne Daten von Hunderten Millionen von Spielern Jahrzehnte gedauert hätte. Die Spieler wurden, ohne es zu wissen, zu Miturhebern militärischer Technologien.

Vertreter der Unternehmen beeilten sich, die Situation zu kommentieren. Vantor erklärte, dass ihre Kampfalgorithmen keine „rohen' Dateien direkt verwenden, sondern auf eigenen Datenbanken basieren. Niantic Spatial bestätigte, dass Scans aus dem Spiel zum Training früherer Versionen der KI-Architektur verwendet wurden.

Die Unternehmen betonten jedoch die rechtliche Sauberkeit des Geschäfts: Die Nutzer übertrugen den Inhalt freiwillig und stimmten den Lizenzbedingungen zu. Laut dem Dokument erhielt Niantic das unwiderrufliche Recht, Inhalte zu unterlizenzieren, zu verkaufen und für beliebige kommerzielle Zwecke zu nutzen.