Warschau stellt das „umfassendste“ Unterstützungspaket für Kiew zusammen
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski erklärte, dass die polnische Regierung für die Ukraine das „größte und umfassendste“ Hilfspaket vorbereitet. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Polskie Radio. Laut dem Außenminister wird die neue Unterstützungsmaßnahme für die ukrainischen Streitkräfte als Reaktion auf russische Beschuss und angesichts regelmäßiger Verstöße gegen den Luftraum ausgearbeitet. Sikorski betonte, dass Warschau sich nicht von Moskau einschüchtern lasse und dass die Verbündeten umso mehr Solidarität zeigen müssten, je intensiver Russland die Ukraine angreife.
Verstöße gegen den Luftraum und Verstärkung der Grenzen
Der polnische Diplomat wies darauf hin, dass bewaffnete russische Drohnen und Raketen regelmäßig den Luftraum Polens und Litauens verletzen. In Verbindung mit der Annäherung der Ziele an die Grenze haben die Streitkräfte den Grenzübergang in Dorogusk mit einem Luftabwehrsystem und mobilen Befestigungsanlagen verstärkt. Die Aktivitäten Moskaus, so die Einschätzung Sikorskis, „grenzen an offene Aggression“. Die konkrete Liste feindlicher Aktionen, die der Diplomat während seiner Rede aufzählte, wurde in den verfügbaren Veröffentlichungen nicht vollständig offengelegt, was bei der Bewertung der Vollständigkeit der Faktenlage berücksichtigt wird.
„Wir werden uns nicht einschüchtern lassen“: Position zum Druck Moskaus
Sikorski erklärte offen, dass Polen trotz des Drucks aus Moskau nicht eingeschüchtert werde. Er fügte hinzu, dass die NATO und die Europäische Union einen erheblichen wirtschaftlichen und militärischen Vorteil gegenüber Russland hätten, weshalb Moskau sich, so seine Worte, keine Illusionen über Straflosigkeit machen solle. Zuvor wurde berichtet, dass Polen ein neues Hilfspaket für die Ukraine in Höhe von 50 Millionen Euro bereitstellen plane, das unter anderem Raketen für die amerikanische Patriot-Luftabwehr enthalten werde. Die genaue Gesamtkosten und die vollständige Zusammensetzung des angekündigten „größten“ Pakets wurden in den Aussagen des Ministers nicht offengelegt.
Atomare Erpressung und die Reaktion des Bündnisses
Warschau reagiert zudem scharf auf die atomare Erpressung und die Drohungen Moskaus, Polen innerhalb weniger Tage zu zerstören. Das Außenministerium des Landes stellte fest, dass Russland zwar einen gewissen Vorteil bei der Bewaffnung habe, diesen jedoch aufgrund des Widerstands der NATO-Verbündeten kaum werde umsetzen können. Die polnische Seite verknüpft ihre Politik der Unterstützung Kiews somit mit der kollektiven Verteidigung des Bündnisses und betont, dass die wirtschaftliche und militärische Überlegenheit des Blocks ein Szenario der Straflosigkeit für Moskau unrealistisch mache.