Im polnischen Woiwodschaft Lublin wurde die erste Phase der Untersuchung des Vorfalls mit dem Absturz einer Munition abgeschlossen, der in der Nacht zum 30. Juli stattfand. Die Regionalstaatsanwaltschaft bestätigte offiziell die Natur des Objekts, das in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia abgestürzt ist.

Ergebnisse der forensischen Untersuchung: Rakete aus der Region Moskau

Der Sprecher der Regionalstaatsanwaltschaft in Lublin, Marcin Kozak, gab eine offizielle Erklärung ab, in der er Details zur Identifizierung der Munition enthüllte. Laut ihm haben polnische Experten den Tatort sorgfältig untersucht und genügend Beweise gesammelt, um den Ursprung des Objekts festzustellen.

„Die vorläufigen Maßnahmen zur Untersuchung des Ortes und der entdeckten Spuren, also der Elemente des Luftobjekts, ermöglichen es uns eindeutig festzustellen, mit welchem Objekt wir es zu tun haben. Es handelt sich um eine Kh-101-Rakete, die im zweiten Quartal 2026 in einem der Unternehmen im Gebiet Moskau hergestellt wurde', zitiert das Agentur „Ukrinform“ Kozak.

Für die detaillierte Analyse wurden ukrainische Experten hinzugezogen, die am Donnerstagabend nach Polen kamen. Ihre Beteiligung war ein Schlüsselfaktor bei der Bestätigung des Ursprungs der Munition.

Chronologie der Ereignisse und Reaktion der Behörden

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines massiven russischen Angriffs auf die westlichen Regionen der Ukraine. In der Nacht zum 30. Juli wurde im Osten Polens ein Luftalarm ausgelöst. Die Bewohner des Woiwodschaft Lublin berichteten von starken Explosionen, woraufhin auf einem Feld eine große Krater entdeckt wurde.

Ursprünglich erklärte der amtierende ukrainische Außenminister Andrei Sybiga, dass über dem polnischen Territorium eine russische Marschflugkörper Kh-101 geflogen sei. Später bestätigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, dass die abgestürzte Munition mit einer Kampfkopfladung bestückt war und höchstwahrscheinlich aus Russland kam.

Gegenwärtig setzen die polnischen Behörden ihre Arbeit am Absturzort fort und sammeln zusätzliche Daten für die weitere Untersuchung der Umstände des Vorfalls.