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title: "Polen droht mit Blockierung des EU-Beitritts der Ukraine wegen der UPA: Ultimatum von Bosak und Antwort Kiews"
description: "Polen droht mit der Blockierung des EU-Beitritts der Ukraine wegen der Entscheidung Selenskyjs zur UPA. Der Parteiführer der „Konföderation', Bosak, fordert das Ende der Starlink-Finanzierung und die Exhumierung der Opfer von Wolhynien. Der polnische Präsident erwägt die Entziehung der Staatsauszeichnung von Selenskyj. 🇺🇦🇵🇱🚫"
date: 2026-06-02T10:34:00.000Z
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# Polen droht mit Blockierung des EU-Beitritts der Ukraine wegen der UPA: Ultimatum von Bosak und Antwort Kiews

In Polen hat sich ein neuer diplomatischer Skandal entzündet, der den Prozess der europäischen Integration der Ukraine erheblich verlangsamen könnte. Der Anführer der rechtsextremen Partei „Konföderation', Ksawery Bosak, hat eine harte Erklärung abgegeben: Warschau sollte den EU-Beitritt Kiews offiziell blockieren, solange die ukrainischen Behörden nicht vom „Kult historischer Figuren' Abstand nehmen, die in Polen als Kriminelle betrachtet werden.

### Ultimatum zur Wolhynien-Tragödie

Als Hauptbedingung für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Integration nannte Bosak die vollständige Freigabe der Exhumierung aller Opfer der Wolhynien-Tragödie. Nach seiner Meinung kann Polen keine doppelten Standards mehr dulden und muss zu konkreten, harten Druckmaßnahmen gegen Kiew übergehen. Der Politiker behauptet, dass die derzeitige Haltung der polnischen Behörden in der Ukraine als Schwäche wahrgenommen wird.

Der Skandal entbrannte vor dem Hintergrund der Entscheidung des Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem Sonderoperationszentrum „Nord' der Spezialkräfte der ukrainischen Streitkräfte den Namen „zu Ehren der Helden der UPA' zu verleihen. Diese Entscheidung wurde zum Auslöser einer scharfen Reaktion in Warschau.

### Wirtschaftlicher Druck: Von Starlink bis zu Krediten

Ksawery Bosak beschränkte sich nicht auf Worte über die Blockierung des EU-Beitritts. Er schlug der polnischen Regierung eine Reihe konkreter Schritte zur wirtschaftlichen Druckausübung vor:

- Die Zahlung für Starlink-Terminals einstellen, die von den ukrainischen Streitkräften intensiv genutzt werden.

- Die Schemata gemeinsamer Kreditaufnahme für die Ukraine mit anderen Staaten der Europäischen Union ablehnen.

Der Anführer der „Konföderation' betonte, dass die Situation, in der Länder die Last der Kreditrückzahlung übernehmen, um einem anderen Staat unentgeltliche Hilfe zu gewähren, in der Geschichte der internationalen Finanzen beispiellos ist.

### Reaktion Warschaus und Kiews

Die Ereignisse entwickeln sich rasch. Als Reaktion auf den Erlass Selenskyjs erklärte der polnische Präsident Karol Nawrocki, dass er die Möglichkeit in Betracht zieht, dem ukrainischen Führer die höchste staatliche Auszeichnung Polens zu entziehen.

Auf der anderen Seite versuchte das Außenministerium der Ukraine, die scharfen Kanten zu glätten. In der Behörde wurde betont, dass Kiew nicht die Absicht hatte, das polnische Volk zu beleidigen. Laut Diplomaten bleibt die UPA für die Ukraine ein Symbol des Kampfes gegen die „moskowitische imperialistische Politik' und die Besatzung. Doch angesichts der Aussagen von Bosak scheinen die historischen Streitigkeiten nun in die Ebene der rein pragmatischen Politik und Sicherheitsfragen übergegangen zu sein.