Polnische MiG-29-Kampfjets, die ursprünglich im Rahmen eines Technologieaustauschs an die Ukraine übergeben werden sollten, werden schrittweise aus dem Dienst genommen. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf das polnische Medium Wirtualna Polska.

Der Deal, der die ukrainische Luftwaffe hätte stärken können, ist aufgrund der Nichterfüllung der Bedingungen durch die ukrainische Seite gescheitert. Ende letzten Jahres einigten sich Warschau und Kiew auf einen Tauschhandel: Die Ukraine sollte ihre fortschrittlichen Technologien im Bereich der Drohnen bereitstellen, während Polen den Rest seiner auf dem 22. Taktischen Luftwaffenstützpunkt in Malbork stationierten MiG-29-Flugzeuge übergeben sollte.

Politische Sackgasse und unerfüllte Versprechen

Der polnische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bestätigte, dass Warschau Kiew ein klares Angebot unterbreitet hat. Allerdings erfülle die Ukraine dieses Abkommen derzeit nicht, so der Minister.

„Wir sind zu weiteren Verhandlungen bereit', erklärte Kosiniak-Kamysz und wies darauf hin, dass das Problem eine politische Komponente hat und mit jüngsten historischen Streitigkeiten zwischen den Staaten zusammenhängt. Aus diesem Grund hat Polen beschlossen, keine Luftfahrzeuge zu übergeben, die den Streitkräften der Ukraine an der Front helfen könnten.

Das Schicksal der „sowjetischen' Kampfjets

Da die Überstellung der Flugzeuge an die Ukraine abgesagt wurde, ist ihr Schicksal endgültig besiegelt – sie erreichen das Ende ihrer Einsatzzeit. Diese Jagdflugzeuge befinden sich seit 1989 im Dienst der polnischen Luftwaffe, unterliegen einer fortschreitenden Abnutzung und haben die zertifizierte Flugstundenzahl überschritten.

Das polnische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Flugzeuge schrittweise ausgemustert werden, da keine Perspektiven für ihre Modernisierung bestehen. Warschau wechselt auf moderne westliche Luftfahrtplattformen, und die sowjetischen MiGs werden überflüssig.

Zukunft der Luftwaffenbasis und Ausmusterungsplan

Der konkrete Zeitplan für die Ausmusterung der Kampfjets ist vertraulich und wird nicht veröffentlicht. Auch die Zukunft der Luftwaffenbasis in Malbork bleibt ungewiss, obwohl der Flughafen weiterhin Technik von NATO-Verbündeten bedienen wird.

Das Projekt des Verteidigungsaustauschs ist endgültig abgeschlossen. Zuvor hatte Warschau die Überstellung der Flugzeuge ausgesetzt und auf den Transfer ukrainischer Technologien gewartet, da das Land seine eigenen Fähigkeiten im Bereich der UAVs aktiv ausbaut. Der partnerschaftliche Ansatz „MiGs im Austausch gegen Drohnen' funktionierte jedoch nicht, und nun befreit sich die polnische Seite einfach von der veraltenden Technik.