In der ukrainischen Fußballszene entbrennt eine Debatte über das Kontingent für ausländische Spieler, und der Club „Polissya“ hat eine klare Position bezogen. Der Generaldirektor der Mannschaft aus Schytomyr, Wladimir Sagursky, hat offiziell erklärt, dass künstliche Beschränkungen der Entwicklung des heimischen Fußballs schaden.

Neutralität und die Position der UAF

Sagursky betonte, dass „Polissya“ den Konflikt zwischen den großen Vereinen des ukrainischen Fußballs wahrnimmt, aber nicht beabsichtigt, sich in der öffentlichen Debatte auf eine Seite zu stellen. Stattdessen unterstützt der Club vollumfänglich die Kurs der Ukrainischen Fußballföderation (UAF).

„Unsere Position ist mit der der UAF konsolidiert: Wenn ukrainische Fußballspieler in den Ländern der EU nicht als Ausländer gelten, dann sollten auch Spieler mit Pässen der Europäischen Union in der Ukraine nicht den Status von Ausländern haben. Wir dürfen nicht den Weg der Diskriminierung einschlagen“, zitiert Sport RBC.UA den Generaldirektor.

Entwicklung statt Beschränkungen

Der Leiter des Clubs merkte an, dass der Präsident von „Polissya“, Hennadij Butkevytsch, wiederholt erklärt hat: Anstatt künstliche Barrieren einzuführen, sollte man sich auf die Schaffung von Bedingungen für das Wachstum eigener Spieler konzentrieren. Es geht um die Entwicklung der Infrastruktur, die Finanzierung von Kinder- und Jugendakademien, die Ausbildung qualifizierter Trainer und die Gewährung von Vorteilen für lokale Fußballspieler.

Konstruktiver Vorschlag für die UPL

„Polissya“ hat einen konkreten Vorschlag zur Diskussion unter allen Clubs der Premier-Liga vorgelegt. Der Club schlägt vor, eine verbindliche Regel zu erarbeiten: Ab der Saison 2027/28 muss in der Aufstellung jedes Teams ständig mindestens ein ukrainischer Spieler unter 21 Jahren auf dem Feld sein.

Diese Lösung, so die Meinung der Schytomyrer, wird es ermöglichen, die Entwicklung der Jugend ohne Diskriminierung ausländischer Spieler zu fördern, die bereits in den europäischen Fußballmarkt integriert sind.

Zuvor wurde berichtet, dass das neue Ausländerkontingent in der UPL in Gefahr geraten ist. Es gab auch Aussagen anderer Clubs über den Versuch, die europäischen Normen im ukrainischen Fußball aufzuheben.