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title: "Diplomatischer Sturm: Polen wütend über neuen Namen einer ukrainischen Elite-Sondereinheit"
description: "In Polen hat sich ein Skandal wegen der Umbenennung einer ukrainischen Sondereinheit zu Ehren der Helden der UPA entfacht. Warschau bezeichnet dies als Beleidigung des Gedenkens an die Opfer und als Fehler Selenskyjs, der der russischen Propaganda in die Hände spielen könnte. Diplomaten und Sicherheitskräfte fordern eine Überprüfung der Entscheidung, um das Bündnis zu erhalten. 🇺🇦🇵🇱🚫"
date: 2026-05-29T10:27:31.000Z
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# Diplomatischer Sturm: Polen wütend über neuen Namen einer ukrainischen Elite-Sondereinheit

![Ukrainische Soldaten der SSO mit Aufnähern auf den Ärmeln vor dem Himmel](https://xab.info/media/2026/05/29/polskaya-reaktsiya-na-novoe-imya-ssou-geroev-upa/ukrainskie-ssou-razdel-geroev-upa.webp)

In Warschau hat sich ein schwerwiegender diplomatischer Skandal entfacht. Auslöser war die Entscheidung der Führung in Kiew, einer Eliteeinheit der Spezialkräfte der Ukraine den Ehrentitel „Nach den Helden der UPA“ zu verleihen. Für Polen ist dies nicht nur ein administrativer Akt, sondern eine tiefe historische Beleidigung, die unter den aktuellen Umständen weitreichende Folgen für das Bündnis der beiden Länder haben könnte.

### Symbolik gegen Geschichte

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit einem Dekret das Separate Zentrum für Spezialoperationen „Nord“ umbenannt. In dem Dokument wird das Ziel betont, die historischen Traditionen der ukrainischen Streitkräfte wiederherzustellen und die Verdienste der Kämpfer bei der Verteidigung der Unabhängigkeit anzuerkennen. Doch in Polen findet diese Logik kein Verständnis. Die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) ist für viele Polen ein Symbol der Tragödie von Wolhynien und der ethnischen Säuberungen, nicht des Heldentums.

### Harte Reaktion Warschaus

Die Reaktion der polnischen Seite ließ nicht lange auf sich warten. Am Donnerstag fand ein Treffen des stellvertretenden polnischen Außenministers Marcin Bosacki mit dem ukrainischen Botschafter Wasylii Bodnar statt. Das Gespräch verlief in einem harten Ton: Warschau sprach seinen Protest deutlich aus und nannte die Entscheidung „schmerzhaft“ und „beleidigend“ für das Gedenken an die Opfer. Polnische Diplomaten warnten, dass ein solcher Schritt in der Gesellschaft Wut auslöst und die Bürger in einem kritischen Moment des Krieges von der Ukraine entfremdet.

Der offizielle Sprecher des polnischen Außenministeriums, Maciej Wewiór, betonte in einer Erklärung, dass die Entscheidung „eindeutig negativ“ auf den Dialog zwischen den Völkern wirkt. Darüber hinaus wies er auf das Risiko hin: „Sie könnte von der russischen Propaganda genutzt werden, die bestrebt ist, uns zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben“.

### Meinung der Sicherheitskräfte

Sogar hochrangige Beamte, die normalerweise in öffentlichen Äußerungen zurückhaltend sind, hielten sich nicht zurück. Der Innenminister Polens, Marcin Kierwiński, bezeichnete in einem Interview mit dem Radiosender RMF FM die Handlungen Selenskyjs als „schlechte Entscheidung“ und „faktischen Fehler“. Nach seinen Worten sollte der ukrainische Führer die historische Sensibilität der Nachbarn verstehen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Polen der Hauptbegünstigte der Hilfe für Kiew ist.

Trotzdem fügte Kierwiński eine wichtige Einschränkung hinzu: Trotz der Meinungsverschiedenheiten bleibt der Sieg über den russischen Imperialismus Priorität. Dies ist ein Versuch, das Gesicht zu wahren und einen Riss in den Beziehungen zu verhindern, doch das Signal, dass solche Schritte in Zukunft unzulässig sind, wurde so klar wie möglich gegeben.