In diesem Jahr hat sich die Situation mit der internationalen Erholung von Kindern aus der Gemeinde Iwano-Frankiwsk erheblich verändert. Einige traditionelle Partner – polnische Städte – haben sich geweigert, ukrainische Kinder zu ihren Erholungsmaßnahmen aufzunehmen. Die lokalen Behörden sind gezwungen, dringend Alternativen zu suchen und die geografische Reichweite der Zusammenarbeit zu erweitern.

Rückgang der polnischen Reiseziele

Dies teilte der Bürgermeister von Iwano-Frankiwsk, Ruslan Marzinkyw, in einer Sendung des Radios „Westpol“ mit. Laut ihm hat sich die Anzahl der polnischen Gemeinden, die bereit sind, ukrainische Kinder aufzunehmen, im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verringert. Der Bürgermeister verbindet diesen Trend mit verstärkten anti-ukrainischen Stimmungen in einigen polnischen Gemeinden.

Zuvor hatte RBK-Ukraine über eine neue Eskalation der Spannungen in den Beziehungen zwischen Kiew und Warschau berichtet, die durch historische Streitigkeiten um die UPA (Ukrainische Aufstandsarmee) ausgelöst wurde. Die Innenpolitik Polens und die Reaktion auf Entscheidungen der ukrainischen Führung beeinflussen direkt die bilateralen Beziehungen, einschließlich humanitärer Initiativen.

Neue Horizonte: Ungarn und der Baltikum

Trotz der Schwierigkeiten mit Polen gibt Iwano-Frankiwsk nicht auf. Die Stadtverwaltung arbeitet aktiv an der Erweiterung der Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Insbesondere werden Möglichkeiten für die Aufnahme von Kindern in Städten Ungarns und der baltischen Staaten geprüft.

In diesem Jahr haben ukrainische Kinder bereits in mehreren Zielen Urlaub gemacht:

  • Šibenik (Kroatien)
  • Choszczno (Polen)
  • Trakai (Litauen)
  • Nyíregyháza (Ungarn)

Priorität – Kinder der Verteidiger

Ruslan Marzinkyw betonte, dass bei der Ausreise ins Ausland Vorrang den Kindern gefallener und vermisster Soldaten der 102. separaten Brigade des Territorialen Schutzes zukommt. Dies ist ein wichtiger Teil der sozialen Unterstützung für Familien, die Angehörige an der Front verloren haben.

Erholung im Prykarpattya

Parallel zu den internationalen Reisen läuft auch die inländische Erholungskampagne. Derzeit endet die zweite Schicht im Lager „Lymnytsia“, wo Kinder von Teilnehmern an Kampfhandlungen und Kinder aus Grenzgebieten Urlaub machen. Dies ermöglicht es, Urlaub für diejenigen zu gewährleisten, die nicht ins Ausland reisen können.

So passt sich Iwano-Frankiwsk neuen Realitäten an und behält die Fürsorge für Kinder bei, auch wenn traditionelle Routen unzugänglich werden.