Die Abgeordneten des Stadtrats von Poltawa haben offiziell den Beschluss über die Einführung eines Moratoriums für die öffentliche Nutzung russischsprachiger Kulturgüter verabschiedet. Dies meldet das Sekretariat des Bevollmächtigten für den Schutz der Staatssprache. Die Neuregelung ist der nächste Schritt in einer Reihe ähnlicher Beschlüsse, die auf Ebene der lokalen Gemeinden in der Ukraine getroffen werden.
Schutz des Informationsraums
Laut dem Wortlaut des Dokuments wurde der Beschluss durch die Notwendigkeit initiiert, den ukrainischen Informationsraum vor hybriden Einflüssen des Aggressorstaates zu schützen. In der Erläuterung wird darauf hingewiesen, dass das Ziel des Moratoriums darin besteht, Versuche zu verhindern, die Stärkung der nationalen Identität zu behindern, sowie die Bewahrung von Kultur, Traditionen, Bräuchen und historischem Gedächtnis sicherzustellen.
Wo das Verbot gilt
Die Einschränkungen gelten für ein breites Spektrum öffentlicher Räume. Insbesondere ist die Nutzung verbotener Inhalte nicht zulässig in:
- Öffentlichen Verkehrsmitteln;
- Gaststätten;
- Kultureinrichtungen;
- Handelsflächen;
- Andere Orte der allgemeinen Nutzung.
Was genau verboten ist
Das Moratorium betrifft die öffentliche Nutzung eines breiten Spektrums von Materialien. Auf die „Schwarze Liste' gelangten russischsprachige Bücher, Musikwerke, Filme und Theateraufführungen. Auch Konzertprogramme und kulturelle Bildungsveranstaltungen unterliegen den Einschränkungen.
Tendenz vor Ort
Poltawa ist nicht die einzige Stadt, die einen solchen Beschluss gefasst hat. Im Laufe des Jahres 2025 wurden ähnliche Moratorien in mehreren anderen Regionen eingeführt. Als erste in der Oblast Odessa unternahm der Stadtrat von Bilhorod-Dnistrovskyj diesen Schritt am 25. März. Anfang April wurden Maßnahmen von fünf Gemeinden der Oblast Nikolajew ergriffen. Ende Mai wurde das Moratorium in Kropywnyzkyj eingeführt, und im Dezember 2025 fasste der Stadtrat von Bilhorod in der Oblast Kiew einen ähnlichen Beschluss.