Die portugiesische Nationalmannschaft hat offiziell den 28-Spieler-Kader für die beiden letzten Gruppenspiele der UEFA Nations League in der Saison 2026/27 bekannt gegeben — und Cristiano Ronaldo fehlt auf der Liste. Am 5. November beendete der legendäre Stürmer seine 23-jährige Länderspielkarriere. Dies teilte der Pressedienst des portugiesischen Fußballverbandes (FPF) im sozialen Netzwerk X (Twitter) mit, worauf sich das Portal Sport RBC.UA berief. Cheftrainer Jorge Jesus präsentierte den ersten Kader des Teams seit dem Rücktritt seines langjährigen Kapitäns und überreichte die Kapitänsbinde an Real-Madrid-Mittelfeldspieler Bernardo Silva.

Abschied von Rekorden: 234 Spiele und 146 Tore

In 23 Jahren im Trikot der Nationalmannschaft absolvierte Cristiano Ronaldo 234 Spiele und erzielte 146 Tore. Beide Werte sind Weltrekorde im Männerfußball. Über ein Jahrzehnt trug der Stürmer die Kapitänsbinde und wurde zu einem Symbol einer ganzen Generation des portugiesischen Fußballs. Sein Abschied schließt eine Ära: von seinem Debüt im Jahr 2003 bis zu seinem letzten Abschiedsspiel am 5. November 2026. FPF-Präsident Pedro Proença drückte Ronaldo in einer offiziellen Erklärung „tiefen und ewigen Dank“ aus und betonte, er habe „Portugals Namen in alle Winkel der Welt getragen“, Rekorde gebrochen und das Team zu Erfolgen geführt, „die für immer in unserer Geschichte bleiben werden“. Proença versprach zudem, das Vermächtnis des Spielers gebührend zu ehren.

Bernardo Silva — Der neue Kapitän: 115 Länderspiele

Nach Ronaldos Abschied ging die Kapitänsbinde an Bernardo Silva von Real Madrid. Unter allen Spielern des November-Kaders verfügt er über die meiste Erfahrung in der Nationalmannschaft — 115 Einsätze. Sein nächster Verfolger in dieser Statistik ist Bruno Fernandes mit 97 Partien. Damit setzt die Verbandsführung auf einen erfahrenen und autoritären Mittelfeldspieler, der seit mehreren Jahren zu den absoluten Leistungsträgern des Teams gehört.

Der Kader für die November-Spiele: Wer ist dabei

Jorge Jesus hat 28 Spieler nominiert. Zu den Torhütern gehören Diogo Costa (Porto), Rui Silva (Sporting) und Samuel Soares (Benfica). In der Abwehr stehen Diogo Dalot (Manchester United), Rúben Dias (Manchester City), Tomás Araújo (Benfica), António Silva (Bournemouth), Renato Veiga (Villarreal) und Tavares (Lazio). Im Mittelfeld: João Palhinha (Benfica), Rúben Neves (Al-Hilal), Mateus Fernandes (Tottenham), Vitinha und João Neves (beide PSG), Bernardo Silva (Real Madrid) und Bruno Fernandes. Im Angriff: Pedro Neto und João Cancelo (beide Chelsea), Carlos Forbs (FC Brügge), Rafael Leão (Galatasaray), João Félix (Al-Nassr), Gonçalo Ramos (Borussia Dortmund) und weitere. Die vollständige Liste wurde auf der offiziellen FPF-Website veröffentlicht.

Portugal bereits in den Playoffs: Teamform ohne Ronaldo

Es ist erwähnenswert, dass sich die portugiesische Nationalmannschaft bereits für die Playoffs der Nations League qualifiziert hat. Das Team sicherte dies nach einem 2:1-Sieg gegen Norwegen am vierten Spieltag der Gruppenphase. Zuvor hatten die Portugiesen am dritten Spieltag einen überzeugenden 4:2-Sieg gegen Dänemark gefeiert — damals ohne Ronaldo, der das Team kurz vor dem Spiel verlassen hatte. Laut Sport RBC.UA hat die Mannschaft von Jorge Jesus alle drei absolvierten Spiele gewonnen und führt ihre Gruppe an. Daher haben die kommenden November-Spiele eher den Charakter einer Bestätigung der Vormachtstellung als einen Kampf um das Weiterkommen.

Der Spielplan: Dänemark und Wales als letzte Gruppenspiele

Im November bestreiten die Portugiesen ihre letzten beiden Partien der Nations League-Gruppenphase. Am 14. November trifft das Team von Jorge Jesus auf Dänemark, am 17. November geht es gegen Wales. Beide Spiele setzen das Kapitel „Portugal ohne Ronaldo“ fort und bieten den Fans die Möglichkeit zu sehen, wie sich das Team an die neue Ära anpasst. Für Bernardo Silva werden diese Spiele seine ersten als offizieller Kapitän der Nationalmannschaft sein — eine Rolle, die er in Zukunft gemeinsam mit Bruno Fernandes und anderen Routiniers ausfüllen wird.