---
title: "Revolution in der Luftfahrt: Pratt & Whitney druckt einen Triebwerk für Marschflugkörper im 3D-Druck"
description: "Pratt & Whitney hat erfolgreich das Triebwerk TJ150 getestet, bei dem 60 % der Teile im 3D-Druck hergestellt wurden. Diese revolutionäre Lösung für Marschflugkörper ermöglicht es, 50 Komponenten in einem einzigen Bauteil zu vereinen und die Produktion zu beschleunigen. 🚀🖨️"
date: 2026-07-21T12:41:04.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/pratt-whitney-3d-triebwerk-tj150-marschflugkoerper
tags: [pratt-whitney, tj150, 3d-printing, valox, defense-tech]
publisher: "XAB.info"
---

# Revolution in der Luftfahrt: Pratt & Whitney druckt einen Triebwerk für Marschflugkörper im 3D-Druck

![3D-gedruckter Pratt & Whitney-Motor für Gleitbomben mit detaillierten Komponenten und einem Einschub eines echten Motors](https://xab.info/media/2026/07/21/pratt-whitney-3d-dvigatel-tj150-rakety/pratt-whitney-3d-dvigatel-tj150-rakety-1.webp)

Das Unternehmen Pratt & Whitney hat die erfolgreiche Abschluss der Demonstrationsprüfungen des kompakten Strahltriebwerks TJ150 angekündigt. Dieses Ereignis war ein Meilenstein für die Branche, da in der neuen Version des Antriebs fast 60 % des Bauraums aus Bauteilen bestehen, die durch additive Fertigung, oder einfacher gesagt – 3D-Druck – hergestellt wurden.

### Technologischer Durchbruch in der Rüstungsindustrie

Hauptziel der Tests war es zu prüfen, wie Komponenten, die auf 3D-Druckern erstellt wurden, reale Betriebsbelastungen standhalten. Das erfolgreiche Bestehen dieser Tests ebnet den Weg für die Skalierung der Produktion von Triebwerken für Einwegsysteme. Das TJ150 wurde speziell für den Einsatz in Marschflugkörpern und autonomen Plattformen entwickelt.

Im Gegensatz zu klassischen Flugtriebwerken, die für Jahre ununterbrochenen Betriebs ausgelegt sind, funktioniert das TJ150 nur für Minuten oder Stunden. Daher lag bei seiner Entwicklung der Fokus nicht auf Langlebigkeit im traditionellen Sinne, sondern auf schneller Fertigung, vereinfachtem Design und reduzierter Montagekomplexität.

### Von 50 Teilen zu einem einzigen Block

Die Nutzung der additiven Fertigung ermöglichte es den Ingenieuren, einen echten technologischen Sprung zu vollziehen. Mehr als 50 separate Komponenten des heißen Teils des Triebwerks wurden in einige wenige große gedruckte Bauteile zusammengefasst. Diese Lösung reduzierte die Anzahl der Verbindungen und damit potenzielle Ausfallstellen drastisch.

Im Rahmen des Programms wurde auch eine 3D-gedruckte rotierende Turbine erfolgreich getestet, die später in die neue Konfiguration des Triebwerks integriert wurde. Das TJ150 entwickelt einen Schub von mehr als 150 Pfund und ist für den Betrieb in großen Höhen ausgelegt. Seine kompakten Abmessungen machen es zur idealen Wahl für Systeme, bei denen die Masse des Triebwerks direkt die Reichweite und die Nutzlast beeinflusst.

### Produktionsumfang und Perspektiven

Bis heute hat Pratt & Whitney weltweit bereits mehr als 2700 Triebwerke des Typs TJ150 an Kunden geliefert. Das Unternehmen plant, die erarbeitete Technologie zu nutzen, um die Produktion nicht nur des aktuellen Modells, sondern auch zukünftiger Triebwerke, einschließlich der Valox-Familie, zu beschleunigen.

Laut Vertretern von Pratt & Whitney soll die Einführung des 3D-Drucks dazu beitragen, die Produktionszeiten zu verkürzen, die Lieferketten zu erweitern und die Produktion bei steigender Nachfrage nach kompakten Antrieben für Verteidigungsprogramme schneller zu steigern. Diese Lösung ermöglicht eine flexible Reaktion auf Marktanforderungen und gewährleistet eine schnelle Anpassung der Produktionskapazitäten.