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title: "Der Preis der Bildung: Warum ein „günstiger' Studienvertrag an einer Universität eine Falle für Studierende ist"
description: "Der Rektor des KPI, Anatoli Melnytschenko, erklärt, warum die Studiengebühren an Universitäten steigen müssen und warum ein „günstiger' Vertrag eine Falle ist. Ein niedriger Preis bedeutet oft Einsparungen bei der Bildungsqualität und eine Simulation des Lehrprozesses. Am KPI beginnt die Mindestgebühr für das Studium bei 50.000 Hrywnja, was der Rektor als objektiven Preis für einen hochwertigen Abschluss betrachtet. 🎓💸"
date: 2026-06-26T08:10:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/preis-fuer-bildung-warum-ein-guenstiger-studienvertrag-eine-falle-ist
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publisher: "XAB.info"
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# Der Preis der Bildung: Warum ein „günstiger' Studienvertrag an einer Universität eine Falle für Studierende ist

![Studentin beim Lernen im Freien: Visualisierung der versteckten Kosten der Bildung bei der Wahl eines 'günstigen' Universitätsvertrags](https://xab.info/media/2026/06/26/tsena-na-obrazovanie-pochemu-deshevy-kontrakt-v-vuze-eto-lovushka/tsena-na-obrazovanie-pochemu-deshevy-kontrakt-v-vuze-eto-lovushka-1.webp)

In Zeiten wirtschaftlicher Instabilität und Inflation wird die Frage nach den Kosten einer Hochschulbildung zu einem der dringendsten Themen für Studienbewerber und ihre Eltern. Der Rektor der Nationalen Technischen Universität der Ukraine „Igor-Sikorsky-Kiewer Polytechnischer Institut' (KPI), Anatoli Melnytschenko, klärte in einem Interview mit RBC-Ukraine die Situation bezüglich der Preisgestaltung an Universitäten und warnte vor den Risiken des Dumpings.

### Warum die Studiengebühren steigen müssen

Laut Melnytschenko hätte sich die Studiengebühr in diesem Jahr an allen seriösen Universitäten erhöhen müssen. Der Hauptgrund liegt in der Gehaltserhöhung für wissenschaftlich-pädagogisches Personal im Januar. Für Studierende mit staatlicher Förderung wird diese Erhöhung vom Staat kompensiert; die dafür notwendigen Mittel wurden in den Haushalt für 2026 eingeplant. Für Vertragsstudierende sieht die Situation jedoch anders aus: Die Kosten für die Gehälter der Dozenten werden direkt in die Studiengebühren eingerechnet.

Der Rektor betonte, dass es ernsthafte Fragen aufwirft, wenn eine Bildungseinrichtung die Preise nicht anpasst. Nach seiner Meinung kann solches Verhalten als „universitärer Populismus' und unfaire Konkurrenz eingestuft werden.

### Die Gefahr niedriger Preise

Der Staat versucht, den Markt durch indikative Preise zu regulieren, doch einige Einrichtungen setzen laut dem Leiter des KPI weiterhin „skrupelloses Dumping' fort. Melnytschenko rief Studienbewerber und ihre Eltern auf, zu verstehen: Ein verdächtig niedriger Preis ist immer ein Indikator dafür, dass mit dem Studium etwas nicht stimmt.

„Wenn sie einen verdächtig niedrigen Preis sehen, muss die Universität irgendwo sparen. In der Regel wird am Bildungsqualität gespart. Das heißt, sie simulieren einfach den Bildungsprozess', konstatierte der Rektor.

### Preise am KPI: ab 50.000 Hrywnja

Am Kiewer Polytechnischen Institut wird eine „objektive Preisgestaltung' für das Studium verfolgt. In diesem Jahr beginnt die Mindestgebühr für das Bachelorstudium bei 50.000 Hrywnja. Dies betrifft vor allem Ingenieursfächer, die nicht als konjunkturell gelten. Die teuersten Studienrichtungen können jedoch bis zu 70.000 – 80.000 Hrywnja pro Jahr kosten. Das Masterstudium ist noch teurer.

Zum Vergleich übersetzte der Rektor die Kosten in Euro: Angewandte Mechanik kostet etwas weniger als 1000 Euro pro Jahr. „Natürlich ist die Preispolitik an der Harvard-Universität oder generell in den USA völlig anders, aber wir sind deutlich günstiger als westliche Universitäten', betonte Melnytschenko. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass die Ingenieure des KPI in Bezug auf ihre Qualifikation absolut mit ihren westlichen Kollegen vergleichbar sind, weshalb der Preis für qualitativ hochwertige Bildung nicht überzogen ist.

### Unterstützung für Studierende in Kriegszeiten

Melnytschenko gab zu, dass die aktuellen Realitäten nicht ignoriert werden können: Der Krieg geht weiter und die Einkommen der Menschen können sinken. Allerdings, so seine Aussage, reiche bei einem Durchschnittsgehalt in Kiew das Einkommen von zwei Monaten völlig aus, um ein Jahr Studium am KPI zu finanzieren.

An der Universität gibt es Kompensationsprogramme. Vorrang haben Binnenvertriebene (BVL) und andere begünstigte Kategorien. Darüber hinaus tut die Administration alles Mögliche, um Vertragsstudierende auf die im Laufe des Studienjahres frei werdenden staatlich finanzierten Plätze zu transferieren.