Der ukrainische Markt für frische Produkte durchläuft spürbare Veränderungen. Analysten verzeichnen einen raschen Preisverfall bei einer Reihe von saisonalem Gemüse, Obst und Beeren. In der vergangenen Woche konnten Verbraucher und Großhändler eine deutliche Preissenkung bei jungen Kartoffeln, Gurken, Erdbeeren und Kirschen beobachten.
Daten des Projekts EastFruit, die von RBC-Ukraine veröffentlicht wurden, belegen, dass der Trend zu sinkenden Preisen einen erheblichen Teil des Sortiments von Gemüseläden und Supermärkten umfasst.
Kartoffeln und Gemüse: Was wird günstiger und was teurer?
Die dramatischsten Veränderungen ereigneten sich im Segment der Kartoffeln. Der Großhandelspreis für junge Kartoffeln, die traditionell als Delikatesse zum Saisonbeginn gelten, ist gesunken. Während Anfang Juni für ein Kilogramm noch zwischen 50 und 80 Griwna verlangt wurden, sank der Bereich bis zum 12. Juni auf 35–65 Griwna.
Die Situation mit der Ernte des Vorjahres entwickelt sich jedoch anders. Alte Kartoffeln sind im Gegenteil teurer geworden: Der Preis stieg von 12–16 auf 13–16 Griwna pro Kilogramm.
Auch andere beliebte Gemüsesorten zeigten Dynamik:
- Junge Rote Bete: Der Preis stabilisierte sich im Bereich von 30–40 Griwna (zuvor 33–35 Griwna).
- Süßer Paprika: Der Mindestpreis sank von 130 auf 125 Griwna pro kg.
- Peking-Kohl: Die Kosten sanken von 33–38 auf 30–37 Griwna.
- Grünes Gemüse: Es ist ein Preisverfall bei Petersilie, Dill und Salat zu verzeichnen.
Obst und Beeren: Führung der Kirschen und Preisanstieg bei Blaubeeren
Im Segment Obst und Beeren ist das Bild ungleichmäßig. Der Startpreis für Birnen sank von 50–80 auf 45–80 Griwna pro Kilogramm. Gleichzeitig zeigt der Preis für Blaubeeren einen Anstieg: Der Höchstpreis stieg von 650 auf 700 Griwna pro kg, obwohl die Untergrenze bei 500 Griwna blieb.
Das Hauptereignis der Woche war die Veränderung des Angebots bei Kirschen. Diese Frucht bleibt der unbestrittene Marktführer. Experten von EastFruit verzeichnen einen wichtigen Wandel: Zum ersten Mal in der aktuellen Saison überstieg das Angebot an inländischen Kirschen das Volumen der Lieferungen aus Usbekistan.
Zudem sind auf den Theken Wassermelonen aus Kasachstan erschienen, obwohl diese Position bisher nicht in den wöchentlichen Verkaufstop eingegangen ist. In der Rangliste tauchten auch neue Positionen auf, die Analysten als für den aktuellen Zeitpunkt bedeutsam hervorhoben.