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title: "Stabilitätskorridor: Prognose für den Dollar- und Eurokurs für die kommende Woche"
description: "Experten prognostizieren Stabilität am Devisenmarkt: Der Dollar wird im Korridor von 44,4–45 Griwna bleiben, der Euro im Bereich von 51–52,5 Griwna. Als Hauptrisiko für die Griwna wird nicht die Kursschwankung genannt, sondern die Situation mit dem Treibstoff, die die Inflation beeinflussen könnte. 💵📉"
date: 2026-07-11T04:32:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Stabilitätskorridor: Prognose für den Dollar- und Eurokurs für die kommende Woche

![Stapel von US-Dollar-Scheinen vor einem Börsendiagramm — Visualisierung der Prognose für Dollar- und Euro-Kurse in der kommenden Woche](https://xab.info/media/2026/07/11/prognoz-kursa-dollara-i-evro-na-sleduyushchuyu-nedelyu/prognoz-kursa-dollara-i-evro-na-sleduyushchuyu-nedelyu-1.webp)

Der Devisenmarkt der Ukraine wird in der kommenden Woche, so die Meinung der Experten, voraussichtlich weiterhin relative Stabilität zeigen. Plötzliche Kurssprünge sind nicht zu erwarten: Der Dollar wird sich in der Nähe der aktuellen Werte bewegen, während der Euro von globalen Trends und der Situation im Land abhängen wird.

Taras Lesowoi, Direktor der Abteilung für Finanzmärkte und Investitionstätigkeit der «Globus Bank», gab in einem Kommentar für RBC-Ukraine konkrete Prognosen ab. Nach seiner Einschätzung wird der Kurs des US-Dollars den Bereich von 44,4 bis 45 Griwna wahrscheinlich nicht verlassen. Dies ist eine Fortsetzung des Trends, der sich Anfang Juli gebildet hat, als der Markt in eine Phase mäßiger Schwankungen ohne Panik und plötzliche Bewegungen überging.

### Gesteuerte Flexibilität und die Rolle der NBU

Als Schlüsselfaktor für die Ruhe am Markt bezeichnen Experten den aktuellen Modus der «gesteuerten Flexibilität». Er ermöglicht der Nationalbank, schnell auf Ungleichgewichte zwischen Nachfrage und Angebot an Devisen zu reagieren. Dank dieses Mechanismus zeigt der Markt auch bei starker Nachfrage seitens der Importeure keine chaotischen Veränderungen.

Am Interbankenmarkt wird der prognostizierte Korridor für den Dollar bei 44,4–45 Griwna liegen, während er am Bargeldmarkt bei 44,5–45 Griwna liegen wird. Der Expert prognostiziert keine wesentliche Diskrepanz zwischen den Kursen der Banken, Wechselstuben und des Interbankensegments: Der Bargeldmarkt wird weiterhin am Interbankenkurs orientiert sein.

### Prognose für den Euro und globale Faktoren

Was die europäische Währung betrifft, so geht die Basisprognose von einem Bereich von 51 bis 52,5 Griwna aus. Der Eurokurs bildet sich traditionell unter dem Einfluss zweier Faktoren:

- Das Verhältnis der Griwna zum Dollar.

- Die Situation am internationalen Devisenmarkt, insbesondere im Paar Euro/Dollar.

Wenn sich die globale Konjunktur nicht grundlegend ändert, wird der Eurokurs in Ukraine innerhalb der prognostizierten Grenzen bleiben.

### Das Hauptrisiko liegt nicht in der Währung, sondern im Treibstoff

Nach Ansicht von Taras Lesowoi hängt das größte Risiko für die Griwna derzeit weniger vom Devisenmarkt selbst ab, sondern vielmehr vom Treibstoff. Die Kraftstoffpreise wirken sich direkt auf die Importnachfrage, die Logistikkosten, den Transport und die allgemeinen Inflationserwartungen aus. Wenn die Weltmarktpreise oder Probleme mit der Treibstoffversorgung den Druck auf den Markt verstärken, könnten die Importeure mehr Devisen benötigen.

Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte für einen systemischen Treibstoffmangel. Nach den Erfahrungen des Jahres 2022 ist der ukrainische Markt deutlich widerstandsfähiger geworden, und die Importrouten sind vollständig etabliert. Gleichzeitig können lokale Schwierigkeiten beim Betrieb einzelner Tankstellen oder in der Logistik vorübergehend die Preise und das Verhalten der Verbraucher beeinflussen.

### Interventionen als Schutzinstrument

Trotz der erwarteten Stabilität wird die kommende Woche wahrscheinlich nicht völlig risikofrei sein. Wenn die Nachfrage nach Devisen das Angebot erheblich übersteigt, könnte die Nationalbank die Deviseninterventionen erhöhen. In diesem Fall könnte ihr Gesamtvolumen sich wöchentlich 900 Millionen Dollar nähern.

Hauptaufgabe des Regulierers in den nächsten Tagen wird es bleiben, zu verhindern, dass lokale Risiken in eine groß angelegte Kursnervosität übergehen.