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title: "«Bringt Fedorow zurück»: Proteste in Kiew und anderen Städten der Ukraine nach der Entlassung des Verteidigungsministers"
description: "In Kiew und anderen Städten der Ukraine gehen Proteste weiter, die die Rückkehr von Michail Fedorow auf den Posten des Verteidigungsministers und den Rücktritt des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrsky, fordern. Präsident Selenskyj bestätigte, dass er die Menschen hört und einen Dialog mit beiden Konfliktparteien führt. 🇺🇦📢"
date: 2026-07-18T18:10:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/proteste-in-kiew-fuer-die-rueckkehr-von-fedorow-de
tags: [ukraine, kyiv, mikhail-fedorov, alexandr-syrsky, vladimir-zevensky]
publisher: "XAB.info"
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# «Bringt Fedorow zurück»: Proteste in Kiew und anderen Städten der Ukraine nach der Entlassung des Verteidigungsministers

![Jugendliche bei Protest in Kiew mit Plakat 'NA FEDOROVA V MINISTERSKU' und Käse mit Reibe, fordern Rückkehr des Verteidigungsministers](https://xab.info/media/2026/07/18/protesty-v-kieve-za-vozvrashchenie-fedorova/protesty-v-kieve-za-vozvrashchenie-fedorova-1.webp)

Am Samstag, dem 18. Juli, wurden die Straßen von Kiew und anderer Städte der Ukraine erneut Schauplatz massiver Proteste. Menschen gingen mit Plakaten auf die Straße und forderten die Rückkehr von Michail Fedorow auf den Posten des Verteidigungsministers sowie den Rücktritt des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrsky. Die Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund einer umfassenden Umstrukturierung der Regierung ab, die als Katalysator für die Unzufriedenheit der Öffentlichkeit diente.

### Massenaktionen: Von Kiew bis Tscherkassy

Wie in den Tagen zuvor konzentrierte sich der Großteil der Demonstranten in Kiew am Theater des Iwan Franko. Die Teilnehmer der Aktion stellten klare Forderungen: Fedorow in die Regierung zurückholen und Syrsky entlassen. Die Protestwelle beschränkte sich jedoch nicht auf die Hauptstadt. Versammlungen und Solidaritätskundgebungen fanden auch in Lwiw, Dnipro, Ternopil, Mykolaiv, Kropywnyzkyj, Odessa und Tscherkassy statt.

In Ternopil hielten die Teilnehmer Plakate mit Parolen wie: «Bringt Fedorow zurück», «Lassen Sie das, was funktioniert, in Ruhe», «Entlassen Sie Syrsky» und «Wir kämpfen mit Drohnen, nicht mit Menschen». Der Organisator der Aktion, Dmytro Koziatynskyi, betonte, dass die Veranstaltung zwei Schlüsselforderungen habe, die unverändert bleiben.

### Reaktion der Regierung: Selenskyj und Fedorow

Die Regierung reagierte auf die Signale der Gesellschaft. Der Berater des Präsidenten, Serhij Leshchenko, erklärte, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj die Protestierenden gehört habe, betonte jedoch, dass für Entscheidungen Zeit benötigt werde. Am Abend desselben Tages veröffentlichte der Präsident eine Videoansprache, in der er bestätigte, lange Gespräche sowohl mit Michail Fedorow als auch mit Alexander Syrsky geführt zu haben.

«Die Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet. Ich danke allen, die sich um die Ukraine kümmern... die versuchen, den Krieg nach Hause – nach Russland – zurückzubringen», erklärte Selenskyj.

Auch Michail Fedorow kommentierte die Situation in seinem Telegram-Kanal. Er dankte Veteranen und Militärs für die Sicherung der Frontlinie und äußerte die Überzeugung, dass der Dialog mit der Regierung zu Veränderungen führen werde. «Veränderungen werden auf jeden Fall kommen... Der Dialog findet statt. Ich glaube, dass alles klappen wird», schrieb der ehemalige Minister.

### Ursachen des Konflikts und personelle Umstrukturierungen

Die Wurzeln der aktuellen Krise reichen bis Anfang Juli zurück. Am 12. Juli kündigte Wolodymyr Selenskyj eine Aktualisierung des Ministerrats an. Bereits zwei Tage später reichte Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko ihren Rücktritt ein, was eine vollständige Neuausrichtung der Regierung zur Folge hatte. Am 16. Juli bestätigte die Werchowna Rada die neue Zusammensetzung des Ministerrats unter der Führung des ehemaligen Chefs von «Naftogaz», Serhij Korjetskyj.

In der neuen Liste der Minister fehlte Michail Fedorow. Grund für seinen Weggang war ein offener Konflikt mit dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrsky, über den sowohl der Präsident als auch Fedorow selbst öffentlich gesprochen hatten. Gleichzeitig behielt Alexander Syrsky seinen Posten. Genau diese Entscheidung wurde zum Auslöser für die Massendemonstrationen, die nun seit mehreren Tagen andauern. In den Medien tauchten Informationen auf, dass der Präsident die Möglichkeit einer Ablösung von Syrsky erwägt, eine endgültige Entscheidung wurde jedoch noch nicht verkündet.