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title: "Gas, Festnahmen und Parolen: Wie türkische Kommunisten die Stille vor dem NATO-Gipfel durchbrachen"
description: "In der Türkei setzte die Polizei Tränengas gegen Kommunisten ein, die gegen den NATO-Gipfel in Ankara protestierten. Mehr als 100 Personen, darunter Parteiführer, wurden festgenommen. Aktivisten skandierten Parolen gegen das Bündnis und forderten den Abzug der Truppen. 🚨🇹🇷🇳🇦🇹🇴"
date: 2026-07-06T04:32:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Gas, Festnahmen und Parolen: Wie türkische Kommunisten die Stille vor dem NATO-Gipfel durchbrachen

![Demonstranten mit roten Flaggen und Anti-NATO-Parolen bei einer Kundgebung in der Türkei vor dem NATO-Gipfel](https://xab.info/media/2026/07/06/protesty-v-turtsii-protiv-nato-ankara/protesty-v-turtsii-protiv-nato-ankara-1.webp)

In Ankara, wo diese Woche ein großer NATO-Gipfel vorbereitet wird, haben sich schwere Proteste entzündet. Die Polizei musste Tränengas gegen die Demonstranten einsetzen, um eine ungenehmigte Demonstration zu zerstreuen. Die Aktion wurde von der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) organisiert, deren Mitglieder sich auf dem zentralen Platz Kızılay versammelten und dabei das offizielle Verbot der Behörden für Versammlungen ignorierten.

### „Mörder NATO, verlass das Land'

Die Stimmung auf dem Platz war extrem angespannt. Die Protestierenden, bewaffnet mit roten Flaggen, skandierten Parolen gegen den Bündnis. Zu den lautesten Rufen gehörten die Aufrufe: „Mörder NATO, verlass das Land' und die kategorische Forderung „Kein Durchgang für die NATO'. 

Die Antwort der Behörden war ein hartes Einschreiten gegen die Aktion. Die Polizei setzte chemische Mittel ein, um den Platz zu räumen. Infolgedessen wurden mehr als hundert Teilnehmer festgenommen. In einer Erklärung der TKP wird klargestellt, dass unter den Verhafteten nicht nur gewöhnliche Aktivisten, sondern auch Führungskräfte der Parteiverwaltung waren.

### Massenaktionen in Istanbul und Verschärfung der Repressionen

Der Protestumfang beschränkte sich nicht auf die Hauptstadt. In Istanbul gingen Hunderte von Menschen auf die Straße und marschierten vom berühmten Taksim-Platz bis zum Dolmabahçe-Palast. Aktivisten versammelten sich auch im Viertel Kadıköy. Im Gegensatz zu Ankara verlief die Situation in Istanbul relativ ruhig: Trotz einer erheblichen Polizeipräsenz konnte es zu keinen Schlägereien kommen. 

Der Generalsekretär der TKP, Kemal Okuyan, trat persönlich vor den Teilnehmern der Aktion in Istanbul auf und erklärte, dass die Partei ihr Versprechen erfüllt habe, Ankara nicht „schweigen' zu lassen und die Stadt nicht den Anhängern der NATO zu übergeben.

Experten und Medienstellen feststellen, dass solche Festnahmen Teil einer allgemeinen Strategie der Behörden sind. Im letzten Monat hat der Druck auf Aktivisten im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die Aufnahme ausländischer Delegationen erheblich zugenommen. Die Statistik der letzten Wochen ist beeindruckend:

    - Im letzten Monat wurden bei Anti-Terror-Razzien 103 Personen festgenommen.

    - Insgesamt wurden im Rahmen dieser Operationen 225 Personen festgenommen.

    - Am Sonntag verhaftete die Polizei in anderen Regionen der Türkei weitere 39 Aktivisten.

### Kontext des Gipfels und internationale Meinungsverschiedenheiten

Die Behörden der Türkei erklären die Verschärfung der Maßnahmen offiziell mit der Notwendigkeit des Kampfes gegen den Terrorismus und der Gewährleistung der Sicherheit während der internationalen Veranstaltung. Der Gipfel wird zwei Tage dauern – am Dienstag und Mittwoch, dem 7. und 8. Juli.

Es wird erwartet, dass an der Sitzung in Ankara der US-Präsident Donald Trump teilnehmen wird, mit dem ein Treffen des ukrainischen Führers Wolodymyr Selenskyj geplant ist. Allerdings ist die diplomatische Agenda trotz des hohen Niveaus der Teilnehmer nicht frei von Schwierigkeiten. Die NATO-Länder können den Text einer gemeinsamen Erklärung noch nicht vereinbaren. Als Hauptgrund für die Meinungsverschiedenheiten werden Fragen der Fristen und des Umfangs der militärischen Hilfe für die Ukraine genannt.