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title: "Provokationen an der Grenze: Die Ukraine rüstet sich für den schlechtesten Fall im Norden"
description: "Die Ukraine rüstet sich für Provokationen aus Belarus. Der Sprecher des Grenzschutzes warnte vor Bedrohungen für Kiew und die Logistik, während der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte 500 Ziele als Antwort auf die Drohungen von Lukaschenko nannte. 🇺🇦🚨"
date: 2026-06-06T10:20:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Provokationen an der Grenze: Die Ukraine rüstet sich für den schlechtesten Fall im Norden

![Vertreter der ukrainischen Grenzschutztruppen in Uniform bei einer Pressekonferenz, die Bedrohungen an der nördlichen Grenze diskutiert](https://xab.info/media/2026/06/06/provokatsii-u-granitsy-ukraina-gotovitsya-k-hudschemu/provokatsii-u-granitsy-ukraina-gotovitsya-k-hudschemu-1.webp)

Die Ukraine muss auf die negativsten Szenarien an der Nordgrenze vorbereitet sein. Dies erklärte der Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes (GPD) der Ukraine, Andrei Demtschenko, während eines Briefings im Ukrainischen Medienzentrum. Laut ihm sind Provokationen vonseiten Belarus möglich, die darauf abzielen, die Lage in Kiew und den westlichen Regionen zu destabilisieren.

### Gefahr für Logistikrouten

Demtschenko wies auf konkrete Risiken hin, die in naher Zukunft auftreten könnten. Die Grenzschutzbeamten befürchten Versuche, die Logistikrouten im westlichen Abschnitt der Grenze abzuschneiden. Der Experte erinnerte daran, dass solche provokativen Aktionen bereits 2022 registriert wurden und ihr Wiederauftreten nicht ausgeschlossen werden kann.

„Wir müssen stärker sein als das, was auf uns zukommen könnte“, betonte der Vertreter des GPD und forderte zu höchster Wachsamkeit und Bereitschaft für alle Herausforderungen auf.

### Kontext der Eskalation

Die Warnungen des Grenzschutzdienstes kamen vor dem Hintergrund einer verschärften Rhetorik zwischen Kiew und Minsk. Kürzlich nannte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Szenarien, nach denen Russland den Kriegsschauplatz auf den Norden der Ukraine ausdehnen könnte. Ein Schlüsselelement dieser Liste ist die Einbeziehung Belarus' in die aktive Phase des Konflikts.

Die Situation wird durch gemeinsame Manöver verschärft, die Minsk mit Moskau durchführt, einschließlich der Erprobung von Szenarien für den Einsatz von Atomwaffen. Die Behörden Belarus' werfen der Ukraine regelmäßig Provokationen vor und behaupten, dass Drohnenangriffe von ukrainischem Gebiet aus gestartet werden.

### Scharfe Reaktion der Militärs

Als Antwort auf die Vorwürfe Minks trat der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Robert „Madyar“ Browdy, mit einer harten Erklärung auf. Er forderte Alexander Lukaschenko auf, sich „nicht in die Augen“ der Ukraine zu mischen, und warnte, dass die ukrainischen Streitkräfte bereits einen Aktionsplan haben. Laut Browdy seien die ersten 500 Ziele auf dem Gebiet von Belarus bereits „auf dem Papier“ markiert.

Lukaschenko seinerseits ließ nichts nach. Er versprach öffentlich, einen Gegenangriff auf ein „sehr ernstes“ Ziel zu führen, falls die Angriffe fortgesetzt werden.

### Bewertung durch Experten

Trotz der angespannten Rhetorik verzeichnet das Institut für Kriegsstudien (ISW) derzeit keine Anzeichen für eine Invasion zu Lande aus Belarus. Allerdings warnen sie davor, dass Russland das Territorium seines Verbündeten nutzen könnte, um Angriffe auf die westlichen Regionen der Ukraine zu starten.

Die Führerin der belarussischen Opposition, Swjatlana Zichanouskaja, stellte fest, dass Lukaschenko vollständig von Wladimir Putin abhängig ist und bereit ist, die Souveränität seines Landes zu opfern, um seine persönliche Macht zu bewahren und alle Befehle des Kremls zu befolgen.