Der Pariser Klub PSG, der kürzlich seinen zweiten Meistertitel in Folge in der Champions League errungen hat, steht kurz vor einem sensationellen Transfer. Der französische Riese plant, einen Vertrag mit dem russischen Mittelfeldspieler Alexei Batrakow vom Moskauer Lokomotive zu unterschreiben.
Der Transfer steht kurz vor dem Abschluss
Laut dem Agenten des 20-jährigen Mittelfeldspielers, Dmitri Tscheltsov, haben die Verhandlungen zwischen der Vereinsführung von PSG und den „Eisenbahnern“ einen Fortschritt von 95 % erreicht. Die Parteien haben bereits mehr als zehn Runden von Gesprächen geführt. Nächste Woche wird der Sportdirektor von PSG, Luís Campos, persönlich nach Moskau reisen, um den Transfer endgültig abzuschließen.
Die finanziellen Bedingungen des Transfers sind beeindruckend: Die Ablösesumme wird auf 25 Millionen Euro geschätzt, und Alexei Batrakow selbst soll ein Jahresgehalt von 5 bis 6 Millionen Euro erhalten. Das einzige Hindernis für die Vertragsunterzeichnung könnte nun nur noch ein massiver Force-Majeure-Vorfall sein.
Toxische Atmosphäre für den Ukrainer
Die Ankunft eines weiteren Russen im Team schafft eine extrem angespannte Situation für den ukrainischen Verteidiger Ilya Zabarnyj, der im August des vergangenen Jahres zu PSG wechselte. In der Vereinsstruktur spielt bereits der russische Torhüter Matwei Safonow, und die Ankunft von Batrakow verschärft die Lage des Ukrainers weiter.
Zabarnyj hat von Anfang an seine zivile Position klar definiert. Er hat öffentlich erklärt, dass er aus rein professionellen Gründen in einem Team mit Vertretern eines Aggressorstaates spielt und die Isolierung des russischen Sports voll unterstützt.
Verletzte Vereinbarungen
Laut Insiderinformationen stellte Zabarnyj während der Verhandlungen über seinen Transfer eine harte Bedingung: PSG musste Safonow verkaufen. Die Pariser unterzeichneten zwar einen neuen Torhüter, Lucas Chevalier, aber Safonow blieb im Team. Darüber hinaus gewann er den Wettbewerb gegen den Neuling und etablierte sich in der Stammelf, während Zabarnyj weiterhin ein Rotationsspieler bleibt.
Derzeit ist der Status der Russen im Verein gewichtiger als der des Ukrainers. Der Kauf von Batrakow zeigt, dass die Vereinsführung von PSG den moralischen Unbehagen des Verteidigers ignoriert und weiterhin aktiv mit Moskau Geschäfte macht.
Das Dilemma für Zabarnyj
Ilya Zabarnyj steht vor einer schwierigen Entscheidung. Da PSG sein Versprechen nicht eingehalten hat, den Kader von Spielern aus Russland zu befreien, sondern ihre Anzahl sogar erhöht hat, muss der Ukrainer entscheiden, was ihm wichtiger ist: das schwere Zusammenleben im Interesse der Teilnahme an der Champions League zu ertragen oder über seine Agenten Druck auf das Management auszuüben und nach einem neuen Verein zu suchen.