Der französische Meister Paris Saint-Germain (PSG) muss den Austragungsort seines ersten Spiels in der neuen Saison der Ligue 1 ändern. Das Spiel der ersten Runde gegen Rennes, das nach Plan am Sonntag auf der Heimstätte der Pariser stattfinden sollte, wird nun auf dem Platz des Gegners in der Bretagne ausgetragen. Die Entscheidung wurde nach einer Inspektion des Rasens im Parc des Princes getroffen, die von der französischen Fußballliga (LFP) durchgeführt wurde. Diese befand den Zustand des Belags als unvereinbar mit der Sicherheit und körperlichen Unversehrtheit der Spieler. Details zur Verschiebung und die Gründe für die Beschädigung des Rasens liefert Sport RBC.UA unter Berufung auf die Pressestelle der LFP.

Inspektion der LFP und Entscheidung zur Verschiebung

Laut Angaben der Liga erlitt der Rasenbelag der wichtigsten Pariser Arena schwere Schäden, die ihn für die Ausrichtung eines offiziellen Spiels untauglich machen. Experten der LFP kamen zu dem Schluss, dass ein Spiel auf einem solchen Rasen das Verletzungsrisiko für die Fußballspieler beider Mannschaften erhöht. Daher wurde das Spiel der ersten Runde zwischen PSG und Rennes auf den Stadion des Gastgebers in der Bretagne verlegt, was eine erzwungene, aber begründete Maßnahme zum Schutz der Gesundheit der Spieler darstellt.

Ursache: Anomale Sommerhitze

Die Wurzel des Problems waren die anomalen Hitzewellen, die Frankreich diesen Sommer heimgesucht haben. Ende Juni erreichte die Temperatur in Paris fast 41°C, was zu einer Überhitzung und Degradation des Rasens führte. Solche extremen Werte schufen Bedingungen, unter denen eine natürliche Regeneration des Belags unmöglich war, und der Zustand des Rasens zum Saisonbeginn war kritisch.

Austausch des Rasens und Entschuldigung des Vereins

PSG hat sich bei den Fans für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und zugesichert, den Rasenbelass vor dem nächsten Heimspiel vollständig auszutauschen. Nach dem Spielplan werden die Pariser am 4. September Monaco im Parc des Princes empfangen, und genau bis zu diesem Datum verspricht der Verein, die Arena in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Somit betrifft die Verschiebung nur die erste Runde und nicht das gesamte Heimprogramm der Saison.

Kein Einzelfall: Hitze trifft Arenen in ganz Europa

Die sommerliche anomale Hitze bereitet nicht nur den Parisern Probleme. In Frankreich verschlechterten die rekordverdächtigen Juni-Temperaturen die Bedingungen auf vielen Sportplätzen im ganzen Land. Eine ähnliche Situation ereignete sich auch in Spanien: Anfang dieses Monats musste Celta Vigo sein erstes Spiel in der La Liga gegen Osasuna im Stadion Balaídos verschieben, da sich auf dem Rasen aufgrund von drei Wochen Hitze über 25°C eine Pilzkrankheit entwickelt hatte. Diese Präzedenzfälle zeigen, dass Klima-Anomalien zu einem immer spürbareren Faktor für die Organisation von Fußballsaisons in Europa werden.