In die Geschichte des europäischen Fußballs wurde eine neue Seite geschrieben. Der Pariser Klub PSG wurde Meister der Champions League und riss sich den Titel in einem harten Kampf vom Londoner „Arsenal' ab. Das Finale, das als Klassiker in die Annalen eingehen sollte, endete im Elfmeterschießen und bestätigte PSG als stärksten Klub des Kontinents.

Die Spannung vor dem Spiel war enorm. Beide Giganten traten auf dem Höhepunkt ihrer Form an, nachdem sie bereits die Meisterschaft in ihren jeweiligen nationalen Ligen gewonnen hatten. PSG sicherte sich den Titel in der Ligue 1 vorzeitig, während „Arsenal' die Premier League in einem engen Kampf gewann. Die Experten erwarteten eine Kollision zweier unterschiedlicher Spielphilosophien. Laut den Prognosen des Supercomputers Opta hatten die Pariser mit 43,5 % die besseren Chancen auf einen Sieg in der regulären Spielzeit, doch die Londoner enttäuschten alle Berechnungen.

Tor am Anfang und Rettung am Ende

Bereits in der 6. Spielminute erzielte „Arsenal' das Führungstor. PSG-Kapitän Marquinhos machte einen Fehler unter Druck, als er den Ball von Leandro Trossard abnahm. Der Abpraller wurde sofort von Kai Havertz gepackt, der sich eins gegen eins mit dem Torhüter Safonow fand und den Ball mit einem kräftigen Schuss unter die Latte beförderte. Der Stand lautete 0:1.

Die Pariser schalteten sofort auf hohen Pressing, um auszugleichen. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte PSG eine großartige Chance zum Ausgleich: Fabián Ruiz köpfte den Ball nach einem Vorstoß von Nuno Mendes über das Tor. Als Antwort zeigten die „Gunners' eine eisene Disziplin in der Defensive, wobei der Torhüter David Raya die Situation sicher unter Kontrolle hielt.

Der rettende Moment für die Franzosen kam in der 62. Minute. Khvicha Kvaratskhelia umspielte die Verteidiger am Flügel, wo Christian Mosquera den georgischen Flügelspieler grob foult. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte auf den Elfmeterpunkt. Usman Dembélé verwandelte das Strafstoß kaltblütig, indem er den Torhüter und den Ball in unterschiedliche Ecken schickte – 1:1.

Verlängerung und die ukrainische Spur

Gegen Ende der regulären Spielzeit hätte PSG den Sieg noch erzwingen können, doch die Schüsse von Vitinha und Bradley Barcola trafen nicht das Tor. Das Spiel ging in die Verlängerung. In der 106. Minute ereignete sich ein bedeutendes Ereignis für die ukrainischen Fans: Luis Enrique führte eine Rotation durch und ersetzte Kapitän Marquinhos durch den Abwehrchef der ukrainischen Nationalmannschaft, Ihor Zabarney.

Der Ukrainer spielte seine Zeit sicher, half der Mannschaft, den finalen Sturm des Gegners abzuwehren, und blockierte in der 120. Minute einen gefährlichen Schuss von Viktor Gyokeres. Da in der Verlängerung kein Sieger ermittelt werden konnte, entschied das Elfmeterschießen über das Schicksal des Pokals. Der psychologische Vorteil und die Unterstützung der Tribüne waren auf der Seite der Pariser.

Historische Bedeutung des Sieges

Dieses Finale hatte eine enorme Bedeutung für die Geschichte beider Klubs. PSG versuchte, die legendäre Leistung des Madrider „Real' zu wiederholen – den Titel des besten europäischen Klubs im modernen Turnierformat zu verteidigen. Die Hauptwaffe der Pariser war Khvicha Kvaratskhelia, der mit 10 Toren im K.-o.-Runde und einer Serie von 7 torbehafteten Spielen in Folge ins Finale kam.

Für „Arsenal' war dieses Spiel die Chance, den Fluch des wichtigsten europäischen Pokals zu brechen. Im Jahr 2006 hatten die Londoner bereits das Finale erreicht, wo sie der „Barça' unterlegen waren. Mikel Arteta hoffte auf einen einzigartigen goldenen Doppel nach dem Sieg in der Premier League, doch an diesem Abend erwiesen sich die eisernen Nerven der PSG-Spieler als stärker.