Wladimir Putin nahm am Wahlparteitag der Partei 'Einiges Russland' teil, wo er eine ausgedehnte Rhetorik über die aktuelle Lage des Landes vorbrachte. Der Staatsoberhaupt bezeichnete die gegenwärtige Periode als 'schicksalhaft' für Russland und betonte dabei die externen Herausforderungen und den inneren Zusammenhalt.
Der Westen und 'neue Methoden' des Drucks
Während seiner Rede vor den Delegierten des Parteitags erklärte Putin, dass der Westen angeblich die Unmöglichkeit anerkannt habe, Russland militärisch zu besiegen. Nach seinen Worten seien die westlichen Länder angeblich zu anderen Methoden des Einflusses übergegangen. Er äußerte auch die Meinung, dass Russland 'auf die Zähne geprüft' werde und man versuche, es als einen weltweiten Faktor zu 'beseitigen', der seiner Meinung nach 'immer dem Bösen im Wege stand'.
Diese Aussagen erfolgten vor dem Hintergrund eines bereits im vierten Jahr andauernden aggressiven militärischen Konflikts, den Russland gegen das Nachbarland Ukraine führt.
'Echte Elite' und Krieg
Besonderes Augenmerk in Putins Rede galt den Teilnehmern der Kampfhandlungen. Er bezeichnete die Kämpfer der russischen Armee, die am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen, als 'wahre Elite' Russlands. Diese Formulierung wurde zu einem der wichtigsten Akzente seiner Rede.
Tatsachen vor dem Hintergrund der Rhetorik
Zur Erinnerung: Im Juni führte die Ukraine eine rekordverdächtige Anzahl von Angriffen auf russische Rüstungsfabriken durch. Diese Aktionen widersprechen der Rhetorik des Kremls über den 'Rückzug' der Streitkräfte der Ukraine (AFU), die häufig in offiziellen Erklärungen verwendet wird.
2026 – das 'Jahr der Einheit'
Vor dem Hintergrund des andauernden Konflikts erklärte Putin das Jahr 2026 zum 'Jahr der Einheit der Völker Russlands'. Diese Formel wird, nach Ansicht von Experten, vom Kreml verwendet, um die Fortsetzung des Krieges gegen die Ukraine zu rechtfertigen und die Gesellschaft um die aktuelle Politik zu konsolidieren.