---
title: "Putin räumt auf dem WEF-2026 ein, dass Russland auf ukrainische Angriffe auf Raffinerien nicht vorbereitet war, und ruft Russen auf, sich auf Benzinmangel einzustellen"
description: "Auf dem WEF-2026 räumte Putin ein, dass Russland auf ukrainische Angriffe auf Raffinerien nicht vorbereitet war, und rief die Russen auf, sich auf einen langanhaltenden Benzinmangel einzustellen. Die Produktion fiel auf 70 % des Inlandsverbrauchs."
date: 2026-09-03T12:40:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/putin-benzinmangel-wef-2026-de
tags: [putin, fuel-crisis, russia, ukraine-strikes, refineries, eastern-economic-forum, gasoline-shortage]
publisher: "XAB.info"
---

# Putin räumt auf dem WEF-2026 ein, dass Russland auf ukrainische Angriffe auf Raffinerien nicht vorbereitet war, und ruft Russen auf, sich auf Benzinmangel einzustellen

![Wladimir Putin nachdenklich auf dem Ostdirektions-Wirtschaftsforum 2026, der die Unvorbereitetheit Russlands auf Raffinerie-Angriffe und Benzinmangel einräumt](https://xab.info/media/2026/09/03/putin-deficit-benzina-vef-2026/putin-deficit-benzina-vef-2026-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Putin räumte auf dem WEF-2026 ein, dass die russischen Behörden auf ukrainische Angriffe auf Raffinerien nicht vorbereitet waren und sich „geirrt“ hätten, indem sie diese als zivile Objekte betrachteten
- Die Benzinproduktion in Russland fiel Ende August 2026 auf etwa 70 % des Inlandsverbrauchs
- Putin rief die Russen auf, „auf alles vorbereitet zu sein“, und schloss nicht aus, dass der Benzinmangel langfristig wird
- Der russische Präsident sprach von einer „spiegelnden Antwort“ auf die Angriffe auf Raffinerien und versprach, „10 % der verbleibenden“ Kapazitäten in naher Zukunft wiederherzustellen
- Selenskyj bezeichnete die Versuche Russlands, Treibstoff aus Indien, China, Kasachstan und Belarus zu importieren, als „historischen Anekdoten“

Auf der Plenarsitzung des Ostwirtschaftsforums im September 2026 räumte der russische Präsident Wladimir Putin erstmals in derart offenherziger Form ein, dass die russischen Behörden auf die Serie ukrainischer Angriffe auf die Raffinerie-Infrastruktur nicht vorbereitet waren. Mit seinen eigenen Worten sei man in der Kreml „davon ausgegangen, dass es sich um rein zivile Objekte handelt, die auch unter Bedingungen eines bewaffneten Konflikts nicht Ziel von Angriffen sein können“, man habe sich „in diesem Sinne geirrt“. Das Ergebnis, so stellte der Staatschef selbst fest, sei ein dramatischer Einbruch der Kraftstoffproduktion und die schwerste Treibstoffkrise in der modernen Geschichte Russlands. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf Putins Aussage, die auch von The Moscow Times übertragen wurde.

### Eingeständnis eines systemischen Fehlers und Aufruf zur „Vorbereitung auf alles“

Auf die direkte Frage der Journalisten, ob sich die Russen auf Benzinmangel einstellen sollten, verneinte Putin nicht das Ausmaß des Problems. „Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Nur unsere Bereitschaft wird allen, die uns schaden wollen, klarmachen, dass es besser ist, das nicht zu tun“, erklärte er. Diese Formulierung bestätigte de facto, dass der Mangel an Kraftstoff an den Tankstellen kein vorübergehender Ausfall, sondern eine langfristige Realität ist, mit der die Bevölkerung leben muss. Zuvor war laut RBC-Ukraine die Benzinproduktion in Russland Ende August 2026 auf etwa 70 % des Inlandsverbrauchs gesunken, und an den Tankstellen im Jelezker Rajon der Oblast Lipizk hatten sich bereits lange Schlangen gebildet, an vielen Tankstellen fehlte Kraftstoff völlig.

### „Spiegelnde Antwort“ und Versprechen der Wiederherstellung

Putin erklärte zudem, dass Russland auf die Angriffe auf die Raffinerien „gezwungen ist, spiegelnd zu antworten“, und dass diese Antwort „erheblich“ gewesen sei. Zugleich versicherte er, dass die Ölkonzerne „ihre Objekte bereits aktiv selbst schützen“ und „die beschädigten Anlagen schrittweise wiederherstellen“. Einen konkreten Zeitrahmen nannte er nicht und beschränkte sich auf den Satz: „Ich denke, die verbleibenden 10 % werden wir in naher Zukunft wiederherstellen.“ Die Stärkung der Luftabwehr werde, so der Präsident, „solange die SMO andauert“, fortgesetzt. Vor dem Hintergrund dieser Aussagen hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuvor die Versuche Russlands, sich über Importe aus Indien, China, Kasachstan oder Belarus mit Kraftstoff zu versorgen, als „historischen Anekdoten“ bezeichnet.

### Widersprüchliche Daten

In Putins Aussagen und in der Darstellung des Themas durch verschiedene Medien zeigt sich eine Unstimmigkeit bei der Bewertung der Ursachen der Krise. Einerseits räumte der Präsident auf dem WEF-2026 offen einen internen Fehler ein: Die Behörden hätten sich „geirrt“, als sie glaubten, die Raffinerien würden nicht zum Angriffsziel. Andererseits wurde der Treibstoffmangel in einem Interview mit dem „Kommersant“ (unter Berufung auf dasselbe Forum) vor allem als Folge eines gezielten Versuchs der Ukraine dargestellt, die „Urlaubsaison“ der russischen Bürger zu stören, was den Fokus von der systemischen Verwundbarkeit der Infrastruktur auf die Motive des Gegners verlagert. Darüber hinaus lässt die Formulierung „die verbleibenden 10 % werden wir wiederherstellen“ eine doppelte Deutung zu: Unklar ist, ob dieser Prozentsatz von der Gesamtzahl der beschädigten Kapazitäten oder von dem Anteil ausgeht, der zum Zeitpunkt der Rede noch nicht wiederhergestellt war. Keine der Quellen nennt unabhängige Daten über das tatsächliche Ausmaß der außer Betrieb gesetzten Verarbeitungskapazitäten, was eine Einschätzung des Wiederherstellungsumfangs ohne zusätzliche Verifizierung unmöglich macht.

### Politische Risiken und öffentliche Resonanz

Analysten, deren Übersicht UNIAN unter Berufung auf die BBC zitiert, weisen darauf hin, dass die Treibstoffkrise die politische Position Putins schwächt. Massenweise Schlangen an den Tankstellen, regionale Verbote des Benzintransports und steigende Preise bilden ein anhaltend negatives Umfeld, das sich schwer mit Rhetorik über eine „spiegelnde Antwort“ ausgleichen lässt. Das von Putin mit der Führung der Ölkonzerne abgehaltene Treffen (über dessen Details Life.ru berichtet) endete mit Versprechen, den Schutz der Objekte zu verstärken und die Importe zu erhöhen, konkrete Fristen und Mengen für die Lieferungen aus dem Ausland wurden jedoch nicht öffentlich gemacht. Somit befand sich Russland zu Beginn des Septembers 2026 in einer Situation, in der der Staatschef gezwungen war, gleichzeitig das Versagen beim Schutz der kritischen Infrastruktur einzuräumen und die eigene Bevölkerung zu warnen, „auf alles vorbereitet zu sein“ – eine Formulierung, die unter den Bedingungen eines andauernden Konflikts als Eingeständnis des chronischen und nicht des episodischen Charakters des Treibstoffmangels wahrgenommen wird.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Putin schließt nicht aus, dass sich die Russen auf Benzinmangel einstellen sollten](https://www.rbc.ua/ukr/news/putin-viklyuchiv-shcho-rosiyanam-varto-zvikati-1788438725.html) - Подтверждает цитату Путина о неготовности властей и призыве быть готовым ко всему. Источник первичный для заявлений на ВЭФ.
- [Putin erklärt den Treibstoffmangel in Russland mit dem Versuch der Ukraine, die Urlaubsaison zu stören](https://www.kommersant.ru/doc/8799195) - Даёт альтернативную рамку подачи причин кризиса (сорвавшийся отпуск), что создаёт нестыковку с признанием внутренней ошибки. Использовано в блоке противоречий.
- [Was wird mit dem Benzin in Russland nach Putins Treffen passieren: Preise, Mangel, Treibstoffimporte und Verbot ...](https://life.ru/p/1897384) - Подтверждает факт проведения совещания с нефтекомпаниями и обсуждение импорта/запретов. Конкретные цифры не расходятся с базовым текстом.
- [Benzinmangel schwächt Putins politische Position: BBC-Analyse](https://www.unian.net/war/toplivnyy-krizis-v-rossii-mozhet-li-nehvatka-topliva-zastavit-putina-poyti-na-peregovory-13435089.html) - Даёт аналитический контекст о политических рисках. Использован для оценки общественного резонанса и политических последствий.

## ❓ FAQ

### Q: Was genau sagte Putin auf dem WEF-2026 über den Benzinmangel?
**A:** Putin räumte ein, dass die Behörden sich „geirrt“ hätten, indem sie glaubten, die Raffinerien würden nicht zum Angriffsziel, und erklärte: „Wir müssen auf alles vorbereitet sein.“ Er schloss nicht aus, dass sich die Russen auf einen Treibstoffmangel einstellen sollten.

### Q: Wie stark ist die Benzinproduktion in Russland gesunken?
**A:** Laut RBC-Ukraine fiel die Benzinproduktion in Russland Ende August 2026 auf etwa 70 % des Inlandsverbrauchs. An den Tankstellen in einigen Regionen (insbesondere im Jelezker Rajon der Oblast Lipizk) fehlt Kraftstoff oder ist völlig ausgefallen.

### Q: Welche Wiederherstellungsmaßnahmen verspricht der Kreml?
**A:** Putin erklärte, dass die Ölkonzerne „ihre Objekte aktiv schützen“ und „die beschädigten Anlagen schrittweise wiederherstellen“, und fügte hinzu, dass „10 % der verbleibenden“ Kapazitäten „in naher Zukunft“ wiederhergestellt würden. Konkrete Fristen und Mengen wurden nicht genannt. Auch die Stärkung der Luftabwehr wurde in Aussicht gestellt.

### Q: Wie reagierte Selenskyj auf die Treibstoffkrise in Russland?
**A:** Der ukrainische Präsident bezeichnete die Versuche Russlands, sich über Importe aus Indien, China, Kasachstan oder Belarus mit Kraftstoff zu versorgen, als „historischen Anekdoten“.