Während eines Treffens mit dem militärischen Führungspersonal erklärte Wladimir Putin, dass die russische Kontrolle über die Stadt Konstantyniwka in der Oblast Donezk hergestellt wurde. Nach seinen Worten sei dies der erste, aber entscheidende Schritt zur Zerstörung der Verteidigungsstellung der ukrainischen Streitkräfte, die Slowjansk, Kramatorsk, Druischkivka und Konstantyniwka umfasst.
Die offizielle Version gegenüber der Karte
Putin betonte, dass mit dem „Erobern“ von Konstantyniwka die Front bis zur Linie Slowjansk-Kramatorsk zurückgedrängt worden sei. Allerdings bestätigen Daten unabhängiger Quellen, insbesondere die Karte von DeepState, diese Behauptungen nicht. Derzeit befinden sich russische Truppen in der Nähe des Ortes, kontrollieren ihn jedoch nicht vollständig.
Zweifel an den Berichten des Generalstabs
Auch der Chef des russischen Generalstabs, Valerij Gerasimow, berichtete Putin von der vollständigen Kontrolle über die Oblast Luhansk. Auch hier weichen die Fakten von den offiziellen Erklärungen ab: Laut denselben Daten von DeepState sieht die Lage vor Ort anders aus.
Massive Angriffe und ihre Folgen
Putin forderte auf, die massiven Angriffe auf die Ukraine fortzusetzen, wobei er Rüstungsunternehmen als prioritäre Ziele nannte. In der Praxis treffen die Angriffe, wie zahlreiche Berichte zeigen, auch Wohnhäuser, was zu erheblichen Zerstörungen in zivilen Gebieten führt.
Internationaler Kontext und Warnungen
Das amerikanische Institut für Kriegsforschung (ISW) berichtete zuvor von der Konzentration von etwa 11.000 russischen Truppen im Raum Konstantyniwka – Druischkivka. Gleichzeitig widerlegten ukrainische Militärs, darunter der stellvertretende Kommandeur des 19. Armeekorps der ukrainischen Streitkräfte, Jurij Madjar, die Behauptungen über die bevorstehende Eroberung der Stadt. Darüber hinaus warnte das ISW vor der möglichen Nutzung von Videomaterial durch Russland, das mit Hilfe von KI erstellt wurde, um falsche Informationen über ihre Erfolge zu verbreiten.