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title: "Militärische Priorität und Defizit: Wie Putin den Haushalt Russlands für die nächsten drei Jahre verändert"
description: "Putin bestätigte die Priorität militärischer Ausgaben im Haushalt der RF für 2026–2029. 🇷🇺💰 Die tatsächlichen Kriegsausgaben haben die geplanten bereits um 4–5 Billionen Rubel überschritten, und das Haushaltsdefizit könnte bis Ende des Jahres 7 Billionen erreichen. Die Armee wird um 27.000 Mann vergrößert, ohne eine Mobilisierung auszurufen. 📉🔫"
date: 2026-07-27T18:40:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/putin-militaerhaushalt-rf-2026-2029-defizit
tags: [vladimir-putin, russia-budget, russian-army, war-ukraine, goverment-spending]
publisher: "XAB.info"
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# Militärische Priorität und Defizit: Wie Putin den Haushalt Russlands für die nächsten drei Jahre verändert

![Wladimir Putin hält eine Rede an einem Podium und diskutiert Änderungen im russischen Haushalt unter Berücksichtigung der militärischen Priorität](https://xab.info/media/2026/07/27/putin-voyenny-byudzhet-rf-2026-2029-defitsit/putin-voyenny-byudzhet-rf-2026-2029-defitsit-1.webp)

Am 27. Juli hielt Wladimir Putin eine Rede vor den Abgeordneten der Staatsduma der VIII. Einberufung und legte die wichtigsten Richtungen der Wirtschaftspolitik des Landes fest. Die Hauptaussage der Rede war die Bestätigung der Priorität militärischer Ausgaben bei der Bildung des Haushalts für die Jahre 2026–2029. Trotz eines Finanzdefizits besteht der Kreml darauf, dass die Stärkung der Verteidigung die Hauptaufgabe bleibt.

### Tatsächliche Ausgaben im Vergleich zu den Plänen

Die ursprünglichen Pläne der Regierung für den Posten „Nationale Verteidigung' im Haushalt für 2026 beliefen sich auf 12,9 Billionen Rubel. Die tatsächlichen Ausgaben haben diese Zahlen jedoch bereits um 4–5 Billionen Rubel überschritten. Laut Janis Kluge, einem Wissenschaftler des deutschen Instituts für internationale Sicherheitsfragen, beliefen sich die tatsächlichen Kriegsausgaben im ersten Quartal des laufenden Jahres auf 5,9 Billionen Rubel.

Die Dynamik des Anstiegs der Militärausgaben ist beeindruckend:

- Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stiegen die Ausgaben um 29,9 %.

- Im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um 68,7 %.

- Innerhalb eines Jahres (seit 2023) betrug das Wachstum 129 %.

- Im Vergleich zum Beginn des Konflikts im ersten Quartal 2022 haben sich die Ausgaben um das 4,6-Fache erhöht.

### Der Preis des Krieges für die Wirtschaft

Die Gesamtkosten des Krieges mit der Ukraine für die russischen Steuerzahler haben bereits 53,079 Billionen Rubel (etwa 746,6 Milliarden Dollar) erreicht. Experten stellen fest, dass diese Summe 28 Jahren der aktuellen Gesundheitsausgaben oder 30 Jahren der Bildungsförderung entspricht. Emil Ablayev, leitender Experte des ZMAKP, betont, dass die Priorität der Verteidigung die Behörden zwingt, bei der Finanzierung anderer Bereiche „selektiv vorzugehen'.

### Defizit und steuerliche Maßnahmen

Angesichts der steigenden Militärausgaben verschärft sich die Haushaltssituation. Im vergangenen Jahr lagen die Einnahmen in die Staatskasse 3 Billionen Rubel unter dem Plan. Das Finanzministerium versuchte, die Differenz durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 22 % auszugleichen, doch das Defizit am Ende des ersten Halbjahres belief sich bereits auf fast 6 Billionen Rubel. Experten prognostizieren, dass diese Lücke bis Ende des Jahres 7 Billionen Rubel erreichen könnte.

### Erhöhung der Armeestärke

Parallel zur Haushaltsüberarbeitung findet eine Aufstockung der Streitkräfte statt. Ab dem 1. August wird die Sollstärke der russischen Armee um 27.000 Soldaten erhöht. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Andrei Kartapolow, erklärte, dass eine Mobilisierung nicht erforderlich sei, da Russland „ausreichend Freiwillige' für die Kriegsführung habe.

In seiner Rede warf Putin dem Westen auch den Start einer „russophoben Maschine' und das Aufstellen von „Weltrekorden' bei Sanktionen vor. Er versicherte, dass die Machtinstitutionen bereit seien, jedem feindlichen Schritt „entschlossen zu begegnen', und dass das russische Volk nicht zu brechen sei.