Das Treffen der Führer der beiden Supermächte, das in den weltweiten Medien enorme Aufregung ausgelöst hatte, endete ohne die erwarteten sensationellen Ankündigungen. Auf dem Gipfel in Anchorage zwischen Wladimir Putin und Donald Trump wurden keine rechtlichen Dokumente unterzeichnet, die den Abschluss des Krieges in der Ukraine betreffen.

Diese Tatsache bestätigte der russische Staatschef selbst in einem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin. Wladimir Putin gab zu, dass das Verhandlungsformat keine sofortige Ausarbeitung von Vereinbarungen vorsah, jedoch wurden bestimmte Möglichkeiten zur Beilegung des Konflikts tatsächlich diskutiert.

Der „Geist von Anchorage“ blieb auf der Ebene von Gesprächen

Laut dem Kremlchef hat die amerikanische Seite eine Reihe von Vorschlägen geäußert, die als Kompromisse betrachtet werden könnten. Die russische Delegation habe ihrerseits angeblich mit einem Teil dieser Initiativen zugestimmt. Allerdings, wie Putin hervorhob, „hat niemand Unterschriften geleistet“.

So erhielt der sogenannte „Geist von Anchorage“ keine formelle Verankerung. Die Verhandlungen blieben im Rahmen des Meinungsaustauschs und hypothetischer Szenarien, die nicht zu einem konkreten Aktionsplan oder einem rechtlichen Dokument wurden.

Die offizielle Position Washingtons

Gerüchte über geheime Absprachen, die unmittelbar nach dem Gipfel kursierten, wurden offiziell von Vertretern der US-Regierung dementiert. Außenminister Marco Rubio gab einen kategorischen Kommentar zu den Ergebnissen des Treffens ab.

Rubio betonte, dass auf den Verhandlungen nur Vorschläge, keine Vereinbarungen geäußert wurden. Er bestätigte, dass die amerikanische Seite tatsächlich Initiativen zur Beendigung des Krieges vorgebracht habe, jedoch keine davon angenommen oder in einen abgestimmten Plan überführt wurde.

Die Reaktion Moskaus auf den Kurswechsel

Das Fehlen unterzeichneter Dokumente und die anschließenden Maßnahmen der Trump-Administration lösten ernste Unzufriedenheit in der russischen Führung aus. Im Kreml wurde eine scharfe Wendung der US-Politik hin zur Unterstützung der Ukraine festgestellt.

Außenminister Sergej Lawrow und Pressesprecher des Präsidenten Dmitri Peskow forderten Washington öffentlich auf, seine Position klar zu definieren. Die russische Seite besteht auf einer Erklärung der Gründe für die Ablehnung hinter verschlossenen Türen getroffener Absprachen, insbesondere vor dem Hintergrund neuer gemeinsamer Erklärungen des Weißen Hauses und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.