Am 7. August 2026 wurden in Lwiw strenge Quarantänemaßnahmen eingeführt. Auslöser war der bestätigte Fall von Tollwut bei einer Katze, die im Bereich der Kreuzung der Straßen Wolodymyr Welykyj und Krylja registriert wurde. Die städtische Kommission für Seuchenbekämpfung beschloss die Einführung von Beschränkungsmaßnahmen in einem Radius von 5 Kilometern um den Ort, an dem das infizierte Tier gefunden wurde.
Verbot der Aufnahme von Tieren in Kliniken und Impfvorschriften
Gemäß der Verordnung des Stadtrats von Lwiw wurde veterinärmedizinischen Kliniken die Aufnahme von Tieren ohne gültige Tollwutimpfung untersagt. Eine Ausnahme gilt nur für Notfälle, die eine sofortige medizinische Hilfe erfordern, oder wenn das Tier speziell zur Durchführung einer Tollwutimpfung gebracht wird. Diese Entscheidung zielt darauf ab, eine weitere Ausbreitung des Virus durch Kontakt mit bereits geimpften Haustieren zu verhindern.
Kostenlose Impfung und Vorsichtsmaßnahmen für Tierbesitzer
Die Stadtbehörden appellieren an alle Einwohner, die Gültigkeit der Impfungen ihrer Haustiere zu überprüfen. Ist der Impfschutz abgelaufen, sollte eine Wiederholungsimpfung so schnell wie möglich durchgeführt werden. Tiere, die bereits geimpft waren, aber Kontakt mit dem infizierten Kater hatten, müssen ebenfalls erneut geimpft werden. Im städtischen Unternehmen „Lew“ besteht die Möglichkeit einer kostenlosen Tollwutimpfung sowohl für streunende als auch für Hauskatzen und -hunde.
Medizinische Hilfe für Menschen und Verhaltensregeln im öffentlichen Raum
Ärzte erinnern daran: Bei jedem Kontakt mit einem Tier – insbesondere bei Bissen, Kratzern oder dem Eindringen von Speichel – muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Das Abwarten des Auftretens von Symptomen ist unzulässig, da eine rechtzeitige antirabische Behandlung die Entwicklung der tödlichen Krankheit verhindert. Eine kostenlose antirabische Impfung kann in kommunalen medizinischen Einrichtungen erhalten werden: für Erwachsene in den Krankenhäusern des Heiligen Panteleimon und des Heiligen Lukas, für Kinder im Krankenhaus des Heiligen Nikolaus.
Kontext der epidemiologischen Lage in der Ukraine
Der Anstieg der Tollwutfälle in der Ukraine hängt mit mehreren Faktoren zusammen: Mangel an planmäßiger Tierimpfung, Zunahme der Population streunender Katzen und Hunde sowie die Migration wilder Tiere aus Kampfzonen. Tollwut bleibt eine tödliche Krankheit, und ohne rechtzeitige Behandlung führt sie fast immer zum Tod. Bei der Entdeckung eines Tieres mit verdächtigem Verhalten sollte dies sofort über die rund um die Uhr erreichbare Hotline der Staatsdienstleistung für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz unter der Nummer 050 230 04 28 gemeldet werden.