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title: "Verchovna Rada billt Gesetzentwurf über die strafrechtliche Verantwortung für den Verkauf von Bankkarten und „Drop-Konten“"
description: "Die Verchovna Rada der Ukraine hat den Gesetzentwurf Nr. 16013 in der Grundsatzfrage unterstützt, der eine strafrechtliche Verantwortung für die Überlassung und den Verkauf von Bankkarten und Konten einführt. Das Dokument zielt auf die Bekämpfung von Betrugsschemata über „Drop-Konten“."
date: 2026-09-15T11:04:03.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/rada-ukraine-strafrechtlich-verantwortung-verkauf-bankkarten-drop-konten
tags: [ukraine, verkhovna-rada, banking, fraud, drop-accounts, criminal-law, eu-directive]
publisher: "XAB.info"
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# Verchovna Rada billt Gesetzentwurf über die strafrechtliche Verantwortung für den Verkauf von Bankkarten und „Drop-Konten“

![Sitzung der ukrainischen Werchowna Rada: Abgeordnete beraten einen Gesetzentwurf zur Strafbarkeit des Verkaufs von Bankkarten und Drop-Konten](https://xab.info/media/2026/09/15/rada-ukrainskaya-ugolovnaya-otvetstvennost-za-prodazhu-bankovskikh-kart-drop-schetov/rada-ukrainskaya-ugolovnaya-otvetstvennost-za-prodazhu-bankovskikh-kart-drop-schetov-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die Verchovna Rada hat den Gesetzentwurf Nr. 16013 über die strafrechtliche Verantwortung für die Überlassung und den Verkauf von Bankkarten und Konten in der Grundsatzfrage unterstützt.
- In der ersten Lesung unterstützten das Dokument 299 Volksabgeordnete.
- Der Gesetzentwurf zielt auf die Bekämpfung von „Drop-Konten“, die von betrügerischen Call-Centres zum Abfließen gestohlenen Geldes genutzt werden.
- Das Dokument sieht zudem die Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/713 in das nationale Recht vor.
- Die Initiative ergänzt den zuvor vom Präsidenten eingebrachten Gesetzentwurf über die Verantwortung für illegale Geschäfte mit Zahlungsinstrumenten.

Die Verchovna Rada der Ukraine hat den Gesetzentwurf Nr. 16013 in der Grundsatzfrage unterstützt. Der Entwurf führt eine strafrechtliche Verantwortung für die Überlassung und den Verkauf eigener Bankkarten und Konten an Dritte ein. Das entsprechende Dokument wurde in der ersten Lesung von 299 Volksabgeordneten unterstützt, wie im Parlament bestätigt wurde. Die Initiative zielt darauf ab, gegen großangelegte Betrugsschemata vorzugehen, bei denen Betrüger und Call-Centres fremde Zahlungsdaten zum Abfließen und Überweisen von bei Bürgern gestohlenem Geld nutzen.

### Was Gesetzentwurf Nr. 16013 vorsieht

Die Kernnorm des Dokuments ist die Festsetzung einer strafrechtlichen Bestrafung für die Überlassung und das „Verkehren“ sogenannter „Drop-Konten“. Unter diesem Begriff werden Bankkarten und Konten verstanden, die Bürger bewusst in das Verfügungsrecht fremder Personen übergeben, um für das Durchleiten von Geldströmen ein „Entgelt“ zu erhalten. Nach dem Konzept der Autoren sollen solche Handlungen nach Annahme des Gesetzes keine „Grauzone“ mehr darstellen und als strafbare Handlungen qualifiziert werden. Dies soll die Kanäle für das Waschen und Abfließen von Geld, das durch Telefon- und Internetbetrug gestohlen wurde, deutlich einschränken.

### Bekämpfung von „Drop-Konten“ und betrügerischen Call-Centres

Die Praxis zeigt, dass betrügerische Call-Centres und organisierte Betrügergruppen „Dropper“ massenhaft als Infrastruktur zur Legalisierung gestohlenen Geldes einsetzen: Das Opfer überweist Geld auf eine fremde Karte, die es anschließend aufteilt und weiter die Kette entlang weiterleitet. Gesetzentwurf Nr. 16013 soll diese Kette auf der Ebene des „Droppers“ selbst durchbrechen – der Person, die das Konto besitzt und es freiwillig in fremde Nutzung abgibt. Damit erstreckt sich die Verantwortung nicht nur auf die Organisatoren der Betrugsschemata, sondern auch auf die unmittelbaren Karteninhaber, ohne deren Beteiligung das Schema technisch unmöglich wäre.

### Umsetzung europäischer Normen

Neben der Unterbindung konkreter krimineller Praktiken zielt das Dokument auch auf eine allgemeine Verbesserung der strafrechtlichen Mechanismen zur Bekämpfung von Finanzbetrug und auf die Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/713 in das nationale Recht. Das bedeutet, dass die Ukraine ihre Normen an den europäischen Standard im Bereich der Bekämpfung von Betrug und anderen Straftaten gegen Zahlungsinstrumente anpasst, was vor dem Hintergrund der Integrationsprozesse des Landes besonders relevant ist.

### Kontext: Initiativen des Präsidenten

Die Abstimmung über Gesetzentwurf Nr. 16013 erfolgt vor dem Hintergrund einer breiteren Welle von Anti-Fraud-Initiativen. Kürzlich hat Präsident Wolodymyr Selenskyj einen separaten Gesetzentwurf in die Rada eingebracht, der eine strafrechtliche Verantwortung für illegale Geschäfte mit Zahlungsinstrumenten, individuellen Kontodaten sowie für illegalen Zugang zu Bank- und Zahlungskonten vorsieht. Zuvor hatte der Staatschef öffentlich erklärt, dass in der Ukraine die Verantwortung für die Organisation betrügerischer Call-Centres sowie für kriminelle Schemata mit Bankkarten und sogenannten „Droppern“ verschärft werden soll. Damit wird das in der Grundsatzfrage unterstützte Dokument zu einem Teil eines systematischen Maßnahmenpakets und nicht zu einer isolierten Entscheidung.

### Was als Nächstes folgt

Die Unterstützung in der Grundsatzfrage bedeutet nur den ersten Schritt des parlamentarischen Verfahrens. Nun wird der Gesetzentwurf in den Ausschüssen und in den Plenarsitzungen weiter ausgearbeitet, woraufhin eine Abstimmung in der zweiten Lesung und in der Gesamtfassung erforderlich ist, gefolgt von der Unterschrift des Präsidenten und dem Inkrafttreten. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt das geltende Recht zu „Droppern“ und Finanzdelikten unverändert; allein die Tatsache, dass das Dokument in der Rada vorankommt, signalisiert jedoch, dass die Überlassung von Bankkarten und Konten an Dritten in Zukunft möglicherweise nicht mehr nur administrative, sondern strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Gefängnis für den Verkauf einer Bankkarte: Rada billt Gesetzentwurf gegen „Dropper“ in der Grundsatzfrage](https://www.rbc.ua/ukr/news/tyurma-prodazh-bankivskoyi-kartki-rada-priynyala-1789469604.html) - Подтверждает факт поддержки за основу законопроекта об уголовной ответственности за передачу/продажу банковских карт.
- [Rada unterstützt verschärfte Kontrolle von „Droppern“: Was sich für Banken und Kunden ändert](https://zn.ua/ECONOMICS/rada-podderzhala-uzhestochenie-kontrolja-za-dropami-chto-izmenitsja-dlja-bankov-i-klientov.html) - Подтверждает поддержку Рады и контекст изменений для банков и клиентов.
- [Rada unterstützt Einführung einer Bestrafung für „Dropper“ in der Ukraine](https://theotherukraine.info/2026/09/15/rada-podderzhala-vvedenie-nakazaniya-dlya-dropov-na-ukraine/) - Подтверждает факт голосования за введение наказания для «дропов».
- [Drop-Konten sollen kriminalisiert werden: Rada unterstützt Gesetzentwurf](https://delo.ua/ru/news/drop-sceta-xotyat-kriminalizirovat-rada-podderzala-zakonoproekt-472530/) - Подтверждает криминализацию дроп-счетов и поддержку законопроекта.

## ❓ FAQ

### Q: Was sind „Drop-Konten“?
**A:** Das sind Bankkarten und Konten, die Bürger in das Verfügungsrecht Dritter übergeben, um über sie Geldströme zu leiten. Betrügerische Call-Centres nutzen sie zum Abfließen und Überweisen gestohlenen Geldes.

### Q: Wie viele Stimmen erhielt Gesetzentwurf Nr. 16013 in der ersten Lesung?
**A:** Für den Gesetzentwurf stimmten in der ersten Lesung 299 Volksabgeordnete.

### Q: Welche Strafe droht nach dem neuen Gesetzentwurf für die Überlassung einer Bankkarte?
**A:** Der Gesetzentwurf sieht eine strafrechtliche Bestrafung für die Überlassung und das „Verkehren“ von „Drop-Konten“ vor, also für die Überlassung und den Verkauf eigener Karten und Konten an Dritte.

### Q: Ist das Gesetz bereits in Kraft getreten?
**A:** Nein. Die Rada hat das Dokument nur in der Grundsatzfrage unterstützt. Es folgen die weitere Ausarbeitung, die Abstimmung in der zweiten Lesung und in der Gesamtfassung sowie die Unterschrift des Präsidenten.

### Q: Steht der Gesetzentwurf im Zusammenhang mit dem europäischen Recht?
**A:** Ja. Das Dokument zielt auch auf die Umsetzung der Normen der Richtlinie (EU) 2019/713 in das nationale Recht und auf die Verbesserung der Mechanismen zur Bekämpfung von Finanzbetrug.