In der Nacht vom 16. August 2026 wurde das größte Bergbau- und Metallurgieunternehmen der Ukraine, „ArcelorMittal Krywyj Rih', Ziel eines massiven Raketenangriffs der russischen Streitkräfte. Der Vorfall ereignete sich in der Dunkelheit, als das Werksgelände heftigen Beschuss erlitt, was zu schweren Bränden und der Zerstörung kritischer Produktionsanlagen führte.

Menschliche Verluste und Rettungsmaßnahmen

Laut vorläufigen Angaben der Unternehmenspressestelle kamen bei der Tragödie zwei Menschen ums Leben. Weitere 13 Mitarbeiter des Werks und Vertreter von Subunternehmern erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Unmittelbar nach dem Angriff wurde der Katastrophenplan aktiviert. Alle verfügbaren Rettungskräfte – Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, medizinisches Personal und Spezialisten der Arbeitssicherheit – wurden zum Einsatzort entsandt. Die Such- und Rettungsarbeiten laufen derzeit noch, da die genaue Zahl der Verletzten je nach Ergebnissen der Durchsuchung der Trümmer noch steigen könnte.

Umfang des materiellen Schadens und Produktionsstillstand

Der Angriff verursachte erhebliche Schäden an der Infrastruktur des Werks. Die Hauptproduktionsanlagen für Energieerzeugung und Hochofenbetrieb wurden beschädigt. Infolgedessen sah sich das Werk gezwungen, die Produktionsprozesse teilweise einzustellen. Die Fachkräfte des Unternehmens haben bereits mit der Schadensermittlung sowie der Berechnung der Fristen und Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft der Anlagen begonnen. Der Energieblock des Werks, der den Betrieb der Hochofenanlagen sicherstellt, wurde getroffen, was eine kurzfristige Wiederaufnahme des Betriebs zu einer schwierigen Aufgabe macht.

Historischer Kontext: Wiederholung des Szenarios von 2022

Es ist nicht der erste Fall eines Raketenangriffs auf „ArcelorMittal Krywyj Rih' durch Russland. Das Unternehmen erlitt bereits 2022 verheerende Schläge. Damals wurde bei einem Angriff die Walzstraße vollständig zerstört und ein Mitarbeiter getötet. Die Unternehmensleitung betont, dass es sich bei dem Werk um ein ziviles Objekt der Bergbau- und Metallurgieindustrie handelt, und verurteilt solche hinterhältigen feindlichen Angriffe, die das Leben der Mitarbeiter und die Stabilität des industriellen Sektors des Landes gefährden, entschieden.