Der nächtliche Raketenangriff russischer Truppen auf Kiew führte zur Zerstörung eines Lagers für Fertigprodukte der internationalen Tabakfirma Philip Morris. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung von Viktorija Ilinska, Leiterin der Kommunikationsabteilung des Unternehmens.
Der vierte Angriff auf das Unternehmen
Das Unternehmen teilte mit, dass dies bereits der vierte Angriff auf Philip Morris-Standorte seit Beginn des umfassenden russischen Einmarsches in die Ukraine ist. Zum Glück gab es keine Opfer unter den Mitarbeitern. Während des Luftalarmes befanden sich alle Angestellten in Schutzräumen und hielten sich streng an die Sicherheitsprotokolle.
Gegenwärtig bewerten Fachleute das Ausmaß des verursachten Schadens und arbeiten weiter an der Beseitigung der Folgen des Vorfalls.
Diversifizierung als Schutz
Vertreter von Philip Morris betonten, dass sie unter Kriegsbedingungen auf eine solche Entwicklung vorbereitet waren. Das Unternehmen hatte seine Logistiknetzwerke zuvor diversifiziert, was eine schnelle Umstellung der Lieferketten ermöglichte. Laut Unternehmensleitung werden die Kunden keine Unterbrechungen bei den Produktlieferungen erleben.
„Wir waren uns bewusst, dass eine solche Entwicklung unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges leider möglich ist. Aus diesem Grund haben wir unsere Logistiknetzwerke im Voraus diversifiziert“, so die Kommentare des Unternehmens zur Situation.
Kontext des nächtlichen Angriffs
In der Nacht vom 8. Juli führte Russland einen massiven Angriff gegen die Ukraine durch, bei dem Radarabwehrraketen und ballistische Raketen sowie Kampfdrohnen und Drohnen-Imitatoren eingesetzt wurden. Die ukrainischen Luftverteidigungskräfte schlugen 139 Drohnen verschiedener Typen ab, jedoch konnten Treffer nicht vollständig verhindert werden.
Insbesondere Kiew erlebte einen weiteren Raketenangriff. Infolge des Beschusses brachen in zwei Stadtteilen der Hauptstadt Brände aus, und es gibt Berichte über Verletzte. Fotos der Folgen des Angriffs auf das Philip Morris-Lager sind bereits in offenen Quellen erschienen.