Wasserkrise vor dem Hintergrund der Eskalation
Am 18. Juli ereignete sich in der iranischen Provinz Hormozgan ein Vorfall, der schwerwiegende humanitäre Folgen haben könnte. Laut dem Fernsehsender Al Jazeera haben iranische Beamte die Vereinigten Staaten beschuldigt, eine Entsalzungsanlage in der Nähe von Bonji mit Raketen angegriffen zu haben. Das genaue Ausmaß der Zerstörung wird derzeit noch ermittelt, jedoch ist bereits bekannt, dass etwa 20 Dörfer infolge des Angriffs vorübergehend keinen Zugang zu Trinkwasser mehr haben.
Dieser Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund der siebten Nacht in Folge, in der die USA Luftangriffe auf iranisches Territorium durchführen. Washington gibt an, dass die Angriffe auf die militärischen und maritimen Kräfte des Irans abzielen, und die Kampagne soll die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus sichern.
Verwundbarkeit der Wasserinfrastruktur in der Region
Der Angriff auf Entsalzungsanlagen in der Region ist kein Einzelfall. Am Vortag hatte Kuwait den Iran ebenfalls des Angriffs auf eine eigene Entsalzungsanlage beschuldigt. Dies war der zweite Tag in Folge, an dem die Wasserinfrastruktur in der Konfliktzone unter Beschuss geriet.
Entsalzungsanlagen spielen eine entscheidende Rolle im Nahen Osten, insbesondere im Persischen Golf, wo natürliche Süßwasserressourcen äußerst knapp sind. Die Entsalzungstechnologie ermöglicht es, Meerwasser in Trinkwasser umzuwandeln und versorgt damit Dutzende Millionen Menschen sowie die Lebensgrundlagen in Gebieten, die häufig unter Dürre leiden.
Harne Warnungen aus Teheran
Als Reaktion auf die Eskalation hat Teheran die Golfstaaten mit harten Worten gewarnt. Laut CNN erklärte der Revolutionsgarden des Islamischen Irans (IRGC) am 18. Juli, dass jeder Angriff auf den Iran mit einer angemessenen Gegenmaßnahme beantwortet werde.
Ein Sprecher des IRGC erklärte: „Da es keine internationale Organisation gibt, die das gewaltsame Vorgehen der US-Militärs stoppen kann, haben wir keine andere Wahl, als dem Lehrsatz des Korans zu folgen: ‚Wer euch angreift, dem sollt ihr mit demselben antworten, womit er euch angegriffen hat‘.“
Zudem warnte der Revolutionsgarden die Golfstaaten und betonte, dass diejenigen, die es den US-Truppen erlauben, ihr Territorium für Angriffe auf den Iran zu nutzen, „mit einer harten Antwort rechnen müssen“.
Neue Angaben zu militärischen Aktionen
Zuvor hatte der IRGC die Verwendung von ballistischen Raketen und unbemannten Fluggeräten zur Attacke auf die US-Militärbasis Al-Azrak in Jordanien angekündigt. Laut iranischem Bericht wurden bei dem Angriff fünf US-Militärfahrzeuge zerstört, darunter zwei Kampfflugzeuge und drei Jagdbomber. Konkrete Beweise für diese Behauptungen wurden jedoch nicht vorgelegt.