Gegen 14:30 Uhr am 29. Oktober verübten die russischen Streitkräfte einen Raketenangriff auf die Stadt Losowa in der Oblast Charkiw. Dies teilte der Leiter der militärischen Regionalverwaltung Charkiw, Oleh Synjehubow, auf seinem Telegram-Kanal mit. Seinen Angaben zufolge wurden bei dem Angriff sechs Menschen verletzt – allesamt Männer, die mit Sprengwunden ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Die Opfer und ihr Zustand
Laut Synjehubows Erklärung gehören zu den Verletzten Männer im Alter von 64, 68, 44, 64, 60 und 68 Jahren. Sie alle erlitten Sprengwunden und wurden in medizinische Einrichtungen gebracht, wo sie die notwendige Versorgung erhalten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine genauen Angaben zum Ausmaß der Zerstörungen am Einschlagort oder zu eventuellen Todesopfern.
Dritter Angriff auf Losowa innerhalb einer Woche
Losowa ist bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche das Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Am 24. Oktober schlug eine Rakete in ein Lagerhaus der Stadt ein: Ein 45-jähriger Mann kam ums Leben, zwei Männer im Alter von 26 und 43 Jahren wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, und eine 37-jährige Frau erhielt nach einer akuten Schockreaktion medizinische Hilfe. Am 22. Oktober traf ein Angriff einen Markt, wodurch zwei Menschen starben und 34 Zivilisten verletzt wurden.
Angriffe auf andere Regionen
Nach Informationen von UNN setzte Russland am 29. Oktober die Angriffe auf mehrere Regionen der Ukraine fort. Innenminister Iwan Wyhowskyj teilte mit, dass in den letzten Stunden zivile Objekte in mehreren Oblasten angegriffen wurden. In Dnipro gab es infolge eines Angriffs auf den Bahnhof zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 14 Tote, in Krementschuk stieg die Zahl der Opfer auf drei. Insgesamt sind seit dem Morgen des 29. Oktober in Tschernihiw, Dnipro und Krementschuk 19 Tote und über 40 Verletzte bekannt.
Reaktion und Kontext
Die Angriffe auf Losowa erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender russischer Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Oblast Charkiw. Örtliche Behörden und Rettungsdienste arbeiten weiterhin an den Einschlagorten, beseitigen die Folgen und leisten den Opfern Hilfe. Solche Angriffe auf zivile Objekte werden als Verletzung des internationalen humanitären Völkerrechts eingestuft.